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Popkultur

Rammstein: 10 Jahre ohne neues Album und trotzdem in aller Munde

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Zehn Jahre ohne neues Studioalbum ist so ziemlich der Todesstoß für jede Band. Nicht so für Rammstein, die auch ohne neues Material Dauergespräch blieben. Bevor das neue Werk erscheint, gibt es hier eine kleine Studie in extrem cleverem Marketing.

von Björn Springorum

Als Liebe ist für alle da am 16. Oktober 2009 erschien, war die Welt eine andere. Lemmy lebte noch, MySpace war intakt, Obama war gerade erst Präsident geworden und Spotify noch nicht geboren. Doppelplatin in Deutschland, Nummer eins in acht Ländern: Der Erfolg des Albums war riesig wie immer, der Aufschrei auch. Schon wenige Wochen nach Veröffentlichung wurde das Album sehr medienwirksam indiziert. Die Band klagte dagegen – und gewann.


Hört hier in das letzte Rammstein-Studioalbum rein:

Für das volle Programm klickt auf „Listen“.

All das ist Teil einer extrem cleveren und effektiven Strategie, die dazu geführt hat, dass Rammstein selbst zehn Jahre nach diesem letzten Studioalbum in aller Munde sind. Wo andere Bands insbesondere in der heutigen schnelllebigen Zeit schon nach wenigen Jahren ohne neue Platte in Vergessenheit geraten, erfreuen sich Rammstein größerer Beliebtheit denn je. Jüngstes Beispiel: Die Stadiontournee diesen Sommer war schneller ausverkauft, als man „Feuer frei“ sagen konnte. Selbst wenn die Berliner als nächstes also ein wirres Free-Jazz-Album veröffentlichen sollten, wäre die Tour ein gigantischer Erfolg.

Nun ist das natürlich nicht anzunehmen, doch so wirklich weiß niemand, was da demnächst auf uns zukommt. Ja, es gibt Andeutungen über Studioaufnahmen und Videodrehs. Ja, man munkelt von einem Veröffentlichungstermin im April/Mai. Die Geheimhaltungsstufe, die ist jedoch eher Fort Knox. Nichts dringt nach außen, nur die wenigsten sind eingeweiht. Doch gewiss ist eines: Wenn Rammstein dann irgendwann endlich mit ihrem siebten Album um die Ecke biegen, dann wird es eh wieder nur dieses eine Gesprächsthema geben.


Rammstein 2017


Das ist nicht unbedingt fanfreundlich. Doch aus irgendeinem Grund verzeiht man dieser Band jede Menge. Ihre Geschichte seit 2009 ist im Grunde eine repetitive Abfolge von Tourneen, Festival-Shows, Best-Ofs und Live-Dokumenten mit dem immer gleichen Inhalt. Ende 2011 erschien die Werkschau Made In Germany 1995-2001, allein damit ging man dann noch mal über zwei Jahre auf Tournee, verkaufte im Alleingang die größten Festivals aus.

Die Kreativpause ab 2014 nutzte jedes Mitglied anders: Till Lindemann gemeinsam mit Peter Tägtgren (Hypocrisy) für sein Lindemann-Projekt, Flake für seine Biografie Der Tastenficker, Richard Z. Kruspe für sein drittes Emigrate-Album. Danach gab es mal wieder einen Konzertfilm und man spielte auch 2016 und 2017 eine ausgedehnte Tournee. Ohne ein neues Album. Doch wo anderen Bands längst die Zuschauer wegbleiben würden, nahm die Rammstein-Euphorie immer noch kein Ende.



Und dann, zur Feier des 25. Geburtstags, gab es um Silvester 2018/2019 noch zwei Konzerte in Mexiko. Ohne neue Songs natürlich. All das stemmten Rammstein einzig und allein durch ihre Reputation. Die beruht natürlich auf der Musik und auf der epochalen Live-Show. Aber eben auch auf ihrem cleveren Spiel mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen und gezielten Skandalen. Denn wo andere Künstler ständig selbst vor die Presse treten und ihren Senf zu allem Möglichen abgeben, lassen Rammstein einfach Taten sprechen und halten sich selbst sehr bedeckt. Viel weiß man über die Mitglieder nicht, auch das ist Teil der Inszenierung.



Unvergessen sind Aktionen wie der finstere Trauerzug durch Berlin, mit dem Rammstein mittels eigener Totenmasken die Veröffentlichung der Best-Of feierten, oder die Klage der Band gegen die Bundesregierung wegen der Indizierung von Liebe ist für alle da. Der geforderte Schadenersatz: 66.000 Euro. Peanuts für eine Band wie Rammstein. Aber eben so medienwirksam wie es nur geht.

Warten wir jetzt also einfach mal, was sich die Truppe so alles einfallen lässt, um ihr neues Album in unseren Köpfen festzusetzen. Aber andererseits werden wir das eh schön selbst tun. Und etwas Besseres kann man sich als Band eigentlich gar nicht wünschen…



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Zeitsprung: Ab 5.12.1981 definieren Black Flag mit „Damaged“ das Hardcore-Genre.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 5.12.1981.

von Peter Hesse und Christof Leim

Am 5. Dezember 1981 lassen Black Flag mit neuem Sänger Henry Rollins ihr ungestümes Debütalbum Damaged auf die Welt los. In der Folgezeit werden die kalifornischen Krachmacher zu wichtigen Vertretern des Punk Rock, auch weil sie die Idee des DIY, des „Do-It-Yourself“, wie wenige beherzigen und umsetzen. Ihr Sound ist ebenso frisch: Hardcore nennt sich diese Variante, weil sie den Punk Rock noch aggressiver, schneller und ungestümer spielen. Die Szene steht applaudierend daneben und beklatscht die Scheibe als Meilenstein.

Hier könnt ihr euch Damaged von Black Flag anhören:

Punk ist nicht nur Punk, weil man bunte Haare hat. Der Masterplan dahinter umfasst mehr. Henry Rollins, Black-Flag-Frontmann von 1981 bis 1986, erklärt das in einer Radiosendung so: „Du bist gegen das Establishment? Gründe eine Band! Du kannst kein Instrument spielen? Schaff dir das drauf! Du hast kein Label, keinen Grafiker und niemanden, der Konzerte bucht? Auch das kannst du dir mit Fleiß und in kompletter Eigenregie draufschaffen.“

Vielseitige Inspirationen

Mit dieser Do-It-Yourself-Maxime – „Sei dein eigener ideologischer Macher!“ – fühlt sich Bandchef Greg Ginn als Gitarrist, Songwriter und Texter sehr wohl. Zunächst heißt seine Truppe noch Panic, die ersten professionellen Gehversuche als Black Flag datieren auf den Spätsommer 1978. Geprobt wird in einer Garage in Hermosa Beach, einem kleinen Kaff im Süden von Kalifornien. Privat schwört Ginn auf Black Sabbath und die Scorpions, im weiteren Verlauf der Achtziger lässt er sich von der Freejazz-Avantgarde eines Glenn Branca oder dem Jazzrock des Mahavishnu Orchestra inspirieren. 

Black Flag 1983 in London – Pic: Erica Echenberg/GettyImages.

Doch als musikalische Ziehväter gelten in der frühen Black-Flag-Phase vor allem die Stooges und die Ramones. „Wir haben nicht so viel in Genres gedacht“, erinnert sich Ginn. Mit dem ersten Sänger Keith Morris besucht er 1976 ein Konzert der Ramones in Los Angeles. „Nachdem wir sie gesehen hatten, war ich mir sicher: Wenn die das können, dann können wir das auch.“ 

Dreckig und ungestüm

Drei EPs bringen Black Flag von 1979 bis 1981 unter die Leute, Ende 1981 steht dann das Line-up für die erste vollständige Langspielplatte. Dabei sind: Greg Ginn (Leadgitarre), Dez Cadena (Rhythmusgitarre), Chuck Dukowski (Bass) und Robo (Schlagzeug), am Gesang ein Neuzugang namens Henry Rollins, heute unter anderem als Solokünstler, Autor und Spoken-Word-Held bekannt.

Diese Mannschaft nimmt mit dem ungestümen Selbstvertrauen der frühen Jugend in den Unicorn Studios am Santa Monica Boulevard in West-Hollywood das erste Album auf: Damaged. Die Stimmung in der Band ist gut in dieser Zeit; die fünf Mitglieder leben während der Arbeiten wie eine Punk-Rock-Kommune in einem anderen Teil des Studiogebäudes, wo sie auch die Songs einstudieren.

Die Lösung zur Tragödie

Als Markenzeichen des Black-Flag-Debüts erweist sich im betont brachialen Wall-Of-Sound-Klang vor allem der Gitarrenton von Greg Ginn. Seine Riffs und Soli klingen auf Stücken wie Gimmie Gimmie Gimmie oder What I See immer wie eine Mischung aus Distortion-Orgie, Autounfall und Blitzeinschlag. Dieses dreckige Grundriffing wird später im Death und Black Metal noch oft zitiert werden.

Die Texte bei Stücken wie Six Pack, Thirsty & Miserable oder TV Party drehen sich dabei um Alltagsbeschreibungen; im Song Depression singt Rollins gegen die bösen Geister in seinem Kopf an. Sein Selbstverständnis als Songschreiber beschreibt er so: „Iggy Pop sagte mal, dass Rock’n’Roll die Lösung für die menschliche Tragödie sein soll und dass Bands verzweifelt versuchen, dieses Problem zu lösen. Das habe ich auch irgendwie probiert.“ Seine Sensibilität stilisiert er mit vielen Kraftausdrücken,  – die Live-Konzerte werden zu ungestümen Brachialdarbietungen. 

Vom Untergrund in die Legendengalerie

Das Album erscheint am 5. Dezember 1981 über SST Records, das Ginn erneut in bester DIY-Manier neben Black Flag gegründet hatte. Hier erscheinen auch die ersten Lärmereien von Anti-Mainstream-Bands wie Minutemen, Hüsker Dü, Meat Puppets, Soundgarden, Sonic Youth und Dinosaur Jr. Damaged markiert damals nach ein paar Singles und EPs die erst siebte Veröffentlichung auf Label.

Anfangs beschränkt sich die Wirkung der Platte erwartungsgemäß auf die Punk-Szene und den Untergrund. Doch im Laufe der Jahre wird Damaged in der Punk-Weltgemeinde zusehends als Genreklassiker verehrt. Der Rolling Stone etwa schreibt: „Black Flag haben den L.A.-Hardcore definiert mit den brutalen Gitarren und dem angepissten Geschrei von Henry Rollins, insbesondere auf TV Party und Rise Above. Heute noch hören Punks diese Platte, und heute noch finden Eltern das fürchterlich.“ So muss es sein.

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Popkultur

„Under Attack“: Vor 40 Jahren erscheint die (vorerst) letzte ABBA-Single

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ABBA
Foto: Andy Hosie /Mirrorpix/Getty Images

Ende 1982 ist bei ABBA die Luft raus. Die Popularität der erfolgreichsten Band der Siebziger lässt stark nach, die Mitglieder sind zerstritten, lustlos und geschieden. Das hört man auch der letzten Single Under Attack an, die die Band vor 40 Jahren veröffentlicht. Chronik eines Untergangs.

von Björn Springorum

Zehn Jahre nach ihrer Gründung schauen ABBA auf die Scherben ihres Schaffens zurück. Jahrelang surfen Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad ganz oben auf den Schaumkronen des Erfolges, brechen Rekorde am Fließband, liefern Pop-Hits für die Ewigkeit und verkaufen hunderte Millionen Tonträger.

Mitte 1982 ist die Luft raus

Mit dem Ruhm kommt der Druck: Die persönlichen Beziehungen leiden zunehmend unter den Erfolg, schließlich zerbrechen beide Ehen der Mitglieder Fältskog/Ulvaeus sowie Andersson/Lyngstad wegen der Band. Der Grund für den großen Erfolg wird zum Grund für den großen Absturz. Alle vier versuchen, die Band am Leben zu halten, doch spätestens Mitte 1982, ziemlich genau zehn Jahre nach Gründung der Band, wird ihnen klar: Das wird so nichts. Die Magie ist weg, die Arbeit im Studio nach vielen mühelosen Jahren plötzlich ein Krampf.

Von Trennung spricht im Sommer 1982 dennoch niemand. Stattdessen schieben sie das eigentlich für den Winter geplante neue Album auf und kompilieren eine Singles-Sammlung namens The Singles – The First Ten Years. Sie wissen es damals noch nicht, aber: Es wird fast 40 Jahre dauern, bis dieses eigentlich für 1982 geplante neue Album endlich erscheint.

Neue Songs entstehen in diesem Jahr dennoch. Im Hochsommer nehmen ABBA The Day Before You Came und Under Attack auf. Letzterer erscheint am 3. Dezember 1982, und wird für sehr lange Zeit die letzte ABBA-Single sein. Damals wusste das natürlich niemand. Anders ist die schwache kommerzielle Performance der beiden Songs zumindest nicht zu erklären: Für Under Attack gibt es Platz 26 in Großbritannien, gar nur 96 in Australien, wo man ABBA bekanntlich gottgleich vergöttert. „Wir hätten vielleicht noch ein bisschen länger weitergemacht, wenn The Day Before You Came eine Nummer Eins gewesen wäre“, so sagte Ulveaus mal auf unmissverständlich erfolgsorientierte Weise.

Fast 40 Jahre Pause

Was nach außen noch schön weggelächelt wurde, hat intern längst zu Entscheidungen geführt. Das Video zu Under Attack, gedreht im November, zeigt die Bandmitglieder am Ende von hinten in eine ungewisse Zukunft davongehen – das unausgesprochene Ende von ABBA. Auch der Text kann entsprechend interpretiert werden, wenn es heißt:

Under attack, I’m being taken
About to crack, defenses breaking
Won’t somebody see and save a heart?
Come and rescue me now cause I’m falling apart

Zu einer Aufführung des Songs kommt es am 11. Dezember 1982 in der Late Late Breakfast Show von BBC. Es ist der letzte gemeinsame Auftritt von ABBA. Auch wenn das damals niemand weiß: Bekanntlich haben sich ABBA nie offiziell aufgelöst. Und danach einfach eine sehr, sehr, sehr lange Pause gemacht. An der Klasse dieses Songs kann es nicht gelegen haben: Under Attack führt vollkommen zu Unrecht ein Nischendasein im ABBA-Katalog.

Noch 1983 hört man von den Mitgliedern, dass ein neues Album in Arbeit sei. Dazu kam es aber bekanntlich bis Voyage nicht mehr – ein Album, das stolze 40 Jahre nach The Visitors erscheint und diese unrühmlichen letzten Monate des Jahres 1982 einfach vergessen lässt. Musik kann das. Insbesondere wenn sie von ABBA kommt.

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The Visitors: Als ABBA müde wurden

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Popkultur

Zeitsprung: Am 4.12.1970 erscheint das erste Album von Wishbone Ash.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 4.12.1970.

von Timon Menge und Christof Leim

Mit Wishbone Ash verhält es sich wie mit der französischen Küche: Schmeckt nicht jedem, hat aber Klasse. Vor allem die doppelte Gitarrenspitze der Briten gilt als Wegweiser für Bands wie Thin Lizzy und Iron Maiden. Nicht gerade die kleinsten Namen der Musikwelt. Schauen wir mal, wie alles angefangen hat.

Hier könnt ihr euch Wishbone Ash anhören: 

Für die Vorgeschichte von Wishbone Ash müssen wir zunächst eine Zeitreise zur Mitte der Sechziger machen, als die Beatmusik gerade die Welt erobert. Bereits 1963 gründet Sänger und Bassist Martin Turner die Gruppe The Torinoes, 1966 steigt Schlagzeuger und Percussionist Steve Upton ein. Nach der ersten Umbenennung in The Empty Vessels stößt auch Martins Bruder Glenn Turner dazu. Wenig später verpasst sich die Band den Namen Tanglewood und siedelt nach London um, Glenn steigt zu jener Zeit wieder aus. Die Gründung von Wishbone Ash steht nun ganz kurz bevor.

Doppelspitze statt Endausscheidung

Der Startschuss fällt im Oktober 1969. Nach ersten gemeinsamen Projekten beschließen Martin Turner und Steve Upton, eine neue Gruppe ins Leben zu rufen. Da die beiden nur zu zweit sind, begibt sich Manager Miles Copeland III (der acht Jahre ältere Bruder von Police-Schlagzeuger Stewart) auf die Suche nach einem Musiker für den Posten an den sechs Saiten. In die Endauswahl gelangen schließlich Andy Powell und Ted Turner. 

Diese schmucken Herren nehmen ab 1970 die Welt des Progressive Rock ein: Steve Upton, Martin Turner, Andy Powell und Ted Turner (sitzend) – Pic: Gijsbert Hanekroot/Redferns/Getty Images.

Statt sich für einen der beiden zu entscheiden, verpflichtet die Gruppe kurzerhand beide Anwärter, und legt damit den Grundstein für einen ihrer wichtigsten Bestandteile: die Leadgitarren-Doppelspitze. Das gab es zwar schon, zum Beispiel bei der Allman Brothers Band((LINK)), doch Wishbone Ash entwickeln in den Folgejahren ihre ganz eigene Mischung aus Progressive Rock, Folk und klassischen Einflüssen. Den Namen für ihr neues Projekt finden die Musiker nach dem Baukastenprinzip. So schreiben die Mitglieder mehrere Vorschläge auf zwei Blatt Papier. Martin Turner wählt anschließend ein Wort von jeder Seite aus: „Wishbone“ und „Ash“.

Ritchie Blackmore gibt Starthilfe

Ihr erstes Album Wishbone Ash veröffentlichen die Briten am 4. Dezember 1970. Den dazugehörigen Plattenvertrag erhält die Gruppe durch niemand Geringeren als Ritchie Blackmore. Der staunt nämlich nicht schlecht, als Wishbone Ash einige Shows für Deep Purple eröffnen und Andy Powell während eines Soundchecks spontan seine Gitarre einstöpselt und in einen von Blackmores Jams einsteigt. Und noch eine Gemeinsamkeit verbindet die beiden Bands: Die Produktion der ersten Wishbone-Platten übernimmt der langjährige Purple-Produzent Derek Lawrence. Die Zusammenarbeit zündet schon beim ersten Versuch: Das Debüt klettert auf Platz 29 der britischen Charts. In den Jahren danach steht Wishbone Ash der Weg Richtung Rockolymp bevor, doch das sind wieder einmal andere Geschichten.

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