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Popkultur

Richtig gehört: Bob Dylan und Neil Young spielen als Co-Headliner in London!

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Dass sich die Macher des British Summer Time Festivals in London gerade mächtig selbst auf die Schulter klopfen, ist wohl nicht ganz verwerflich. Denn sie haben etwas auf die Beine gestellt, das Großbritannien so noch nie gesehen hat: Bob Dylan und Neil Young werden am 12. Juli 2019 als Co-Headliner im Hyde Park auftreten! So eine Ankündigung ist eigentlich nicht mehr zu toppen und der britische Festival-Sommer ist in dem Sinne jetzt auch schon gerettet!

von Timo Diers

Warum ein Co-Headliner-Auftritt von Bob Dylan und Neil Young so eine große Sache ist? Nun, zum einen stehen damit zwei absolut legendäre Songwriting-Ikonen auf der gleichen Bühne – Bob Dylan oder Neil Young allein zu erleben ist ja an sich schon das reinste Träumchen. Aber zusammen? Junge, Junge… Zum anderen verbindet die beiden schon seit Anfang der Siebziger eine besondere Freundschaft. Dylan war seit jeher, wie Young nicht müde wird zu betonen, einer seiner größten Einflüsse und Vorbilder: „Er ist der Meister. Wenn ich jemand anderes sein könnte, dann möchte wie er sein“, schwärmte Young 2005 dem Time Magazine vor.

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Das erste Mal standen die beiden Giganten 1975 bei Bill Grahams Students Need Athletics, Culture and Kicks Show in San Francisco auf der Bühne. Eigentlich sollten sie gar nicht zusammen auftreten, aber das Line-Up war so dermaßen zugebaut (Santana, Jefferson Starship, The Grateful Dead, Tower Of Power und Graham Central Station waren damals ebenfalls mit von der Partie), dass Dylan und Young kurzerhand ihre Bands zusammenschmissen und nur für den Abend eine Performance als spontane Supergroup gaben. Eine auf mehreren Ebenen einzigartige Erfahrung – nicht zuletzt, da die Jungs den Song Knockin’ On Heaven’s Door mal eben in Knockin’ On A Dragon’s Door umformulierten. Auch eine Idee.

Über die Jahre sind Bob Dylan und Neil Young dann immer wieder mal zusammen im Rampenlicht aufgetaucht. Dass sie das letzte Mal zusammen einen Song performt haben, ist allerdings schon fast ein Vierteljahrhundert her: 1994 spielte Dylan im Roseland Ballroom und am Ende des Konzerts kamen Neil Young und Bruce Springsteen für Rainy Day Women #12 & 35 und Highway 61 Revisited mit auf die Bühne. 2016 spielten die beiden dann auf dem Desert Trip Festival, allerdings an verschiedenen Tagen.

Also: Die Tickets für die Nummer im Hyde Park nächstes Jahr sollten weggehen wie warme Semmeln. Haltet euch ran – der offizielle Vorverkauf startet am 30. November um 9 Uhr. Und hey, vielleicht gibt’s ja eine Neuauflage von Knockin’ on a Dragon’s Door zu hören?


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Headerbild: Richard McCaffrey/Michael Ochs Archives/Getty Images
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Popkultur

144 Mal „Around The World“: Daft Punks legendärer Einstand „Homework“

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Titelfoto: Karl Walter/GettyImages

Vor 25 Jahren veröffentlichen Daft Punk ihr wegweisendes Debüt Homework. Schuld ist wahrscheinlich ein Besuch im Vergnügungspark. Die ganze Geschichte des Discoklassikers.

 von Björn Springorum

Hier könnt ihr euch Homework von Daft Punk anhören: 

Erfolgreiche Musikkarrieren können überall beginnen. In Proberäumen oder auf kleinen Bühnen, in Kneipen oder auf Festivals, vielleicht sogar in sterilen Büros. Oder im Disneyland. Dort zumindest pilgern im September 1993 die beiden Franzsosen Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo, beide damals gerade erst volljährig. Sie besuchen einen Rave in dem Vergnügungspark bei Paris, in der Tasche eine Kassette mit ihrer Musik. Sie drücken sie Stuart Macmillan vom schottischen DJ-Duo Slam in die Hand, tanzen, gehen wieder. Was sie damals nicht wissen: Es ist der Grundstein einer atemberaubenden Karriere, in der sie bis zu ihrer Auflösung 2021 als Daft Punk die elektronische Musik revolutionieren und prägen werden.

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Als Rocker nur mittelmäßig

Es ist nicht ihr erster musikalischer Gehversuch. Schon sechs Jahre zuvor, 1987, lernen sich die beiden Teenager in der Schule kennen, freunden sich an. 1992 gründen sie die Rock-Band Darlin‘, benannt nach dem Beach-Boys-Song. Bangalter bearbeitet den Bass, Homem-Christo die Gitarre. Doch die Erkenntnis kommt rasch: „Als Rock‘n‘Roll-Band waren wir einfach sehr durchschnittlich“, würde Bangalter später sagen. „Es war eine kurze Phase, sechs Monate, vier Songs und zwei Gigs. Das war‘s.“ So kurz die Phase auch gewesen sein mag: Sie ist prägend: In einem Verriss im Melody Maker bezeichnet Dave Jennings ihre Musik als daft punky thrash. Daft Punk waren geboren, Bass und Gitarre flugs gegen Drum-Maschine und Synthesizer ausgetauscht.

Bemerkenswert also, dass man im Disneyland Paris schon wenig später einen international erfolgreichen DJ von der Musik überzeugen konnte. Er veröffentlicht ihre erste Single The New Wave 1994 auf seinem Label Soma Quality Recordings, 1995 folgt der Song Da Funk. Er geht durch die Decke, als ihn die Chemical Brothers in ihr Live-Set integrieren, ein Videoclip von Spike Jonze tut sein Übriges, um dem Duo seinen ersten Hit zu bescheren.

Ein Album war gar nicht geplant

Plattenfirmen reißen sich zu diesem Zeitpunkt schon um die zwei Franzosen, die damals noch ohne Masken auftreten. Dabei haben sie eigentlich nicht mal vor, ein Album aufzunehmen. „Eigentlich wollten wir einfach einen Haufen Singles aufnehmen. Innerhalb von fünf Monaten entstanden aber so viele Songs, dass wir irgendwann ein starkes Album beisammen hatten.“ Major-Riese Virgin bekommt schließlich den Zuschlag, schon damals sichern sich Daft Punkt jedoch vollkommene kreative Kontrolle über ihr Werk. Bis zum Ende sollen sie die nicht verlieren.

Daft Punk beleben den House neu

Homework erscheint am 20. Januar 1997. Funk, Acid, Disco, Elektro, House und Pop fließen vollkommen unkontrolliert durcheinander, die Libertäre von Daft Punk ignorieren bewusst Regeln, Konventionen und Schubladen. Allein in den ersten vier Jahren verkauft sich die Platte zwei Millionen Mal und sorgt für einen Siegeszug des French House und ein gewaltiges Revival des House.

Liegt natürlich auch an der zweite Singleauskopplung, einem echtem Gamechanger. Around The World wird 1997 auf der ganzen Welt zum massiven Club-Hit, die repetitive Struktur des Songs bis heute zum Dauergast im DJ-Repertoire. Ganze 144 Mal wird der Titel im Song rezitiert, zugleich die einzige Lyric-Line des ganzen Liedes. Merken fürs nächste Pub-Quiz! Simplizität als Schlüssel zum Erfolg – Daft Punk machen schon auf ihrem Debüt vor, wie elektronische Musik fit gemacht werden kann fürs 21. Jahrhundert. Und das mit einem Album, das seinen Namen der Genesis verdankt: „Wir haben die Platte zuhause produziert, extrem billig, extrem schnell, extrem spontan“, wie Bangalter sagt.

Es zeigt mal wieder, dass großes Budget und viel Zeit nicht automatisch für große Kunst sorgt.

Daft Punk wurden innerhalb kürzester Zeit vom Kinderzimmer-Act zu einem der erfolgreichsten Dance-Acts aller Zeiten. Und das nicht mit Marketing-Plänen, riesigem Budget und teuren Produzenten. Sondern mit Ideen, Freundschaft und Leidenschaft. Auch schön.

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„Around the World“ in 7 unvergleichlichen Daft-Punk-Momenten

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Zeitsprung: Am 20.1.1969 erscheinen Bruce Springsteens erste Texte.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 20.1.1969.

von Timon Menge und Christof Leim

Bruce Springsteen gehört zweifelsohne zu den feinfühligsten Lyrikern der Rockgeschichte. Immer wieder hinterfragt er den amerikanischen Traum, unermüdlich bildet er die Realität des US-Durchschnittsbürgers ab. Am 20. Januar 1969 feiern seine ersten Texte Premiere — im Literaturmagazin des Ocean County College von New Jersey.

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Hört hier in Springsteens Greatest Hits rein:

Klickt auf „Listen“ für das ganze Album.

Gegen Ende der Sechziger verfolgt Bruce Springsteen seine Karriere als Musiker bereits mit Nachdruck, doch der große Durchbruch steht noch bevor. Deshalb verfolgt er nebenbei Plan B und besucht das Ocean County College in New Jersey, wenn auch nur drei Semester lang. Die Kunst muss natürlich trotzdem raus, also schreibt er neben seinen Songs auch Gedichte. Kurz nach seiner Immatrikulation erscheinen zwei davon in Seascapedem Literaturmagazin des Colleges. Es handelt sich um Springsteens erste lyrische Veröffentlichungen überhaupt.

Das Literaturmagazin von Springsteens Universität

Was Text Nummer eins betrifft, so liefert schon der Titel reichlich Diskussionsstoff: Bis heute ist nämlich unklar, ob das Gedicht überhaupt einen Namen trägt. So gibt ein Bibliothekar des Ocean County College zwar an, der Text heiße Seascape, also wie das Magazin, doch belegen lässt sich diese Aussage nicht. Vielmehr gehen zahlreiche Quellen davon aus, dass das Gedicht ohne Titel auskommen muss.

Springsteens erste literarische Veröffentlichung – Quelle: www.springsteenlyrics.com)

Die dritte Strophe des Textes verarbeitet Springsteen ein Jahr später in abgewandelter Form im Song Lady Walking Down By The River seiner damaligen Band Steel Mill. Ein Schreibfehler unterläuft der Seascape-Redaktion bei der Nennung des Autors: Statt „Bruce Springsteen“ steht „Bruce Sprengsteen“ unter der Veröffentlichung.



Text Nummer zwei trägt den Titel My Lady. Hier könnt ihr den metaphorischen Paragraphen in voller Länge lesen:

Ein früher Text des Studenten Bruce Springsteen – Quelle: www.springsteenlyrics.com)

Originalexemplare dieser Ausgabe von Seascape gibt es kaum noch. Eines der Hefte kann im Rock And Roll Hall Of Fame Museum in Cleveland begutachtet werden, hin und wieder tauchen Sammlerstücke bei Versteigerungen auf. Ein weiteres Exemplar stellt die Bibliothek von Asbury Park im Rahmen der Bruce Springsteen Special Collection aus.


Titelfoto: Frank Stefanko/Sony Music

Zeitsprung: Am 29.4.1976 will Springsteen über die Mauer von „Graceland“.

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Popkultur

Ohrfeigen, Improvisation & die Hells Angels: 6 Anekdoten, die nur aus dem Leben von Janis Joplin stammen können

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Janis Joplin

Janis Joplin stach schon von Anfang an heraus: Ihre verklemmte texanische Heimatstadt ließ sie mit 17 hinter sich, um in Los Angeles in Kneipen und Bars aufzutreten. Ihre monströse Reibeisenstimme machte aus jedem simpel gestrickten Blues-Stück einen ikonischen Soundtrack der Flower-Power-Zeit und ihr ungebremst hemmungsloses Leben erzählt legendäre Geschichten – bis zum tragischen, viel zu frühen Ende.

von Timo Diers

Nicht alle dieser Geschichten sind groß oder besonders lang. Aber so verrückt, dass sie nur von ihr stammen können. Sechs solcher typischen Janis-Joplin-Momente haben wir hier für euch aufgeschrieben.

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Hört hier in die Greatest Hits von Janis Joplin rein:

1. Sie schlug Jim Morrison eine Whiskeyflasche über den Kopf.

Joplins Vorliebe für Southern Comfort sollte hinlänglich bekannt sein – davon könnte wahrscheinlich auch Jim Morrison berichten, der die junge Sängerin bei einer Party in Hidden Hills, Kalifornien kennenlernte. Wie für Morrison üblich, betrank er sich und verwandelte sich von einem charmanten jungen Mann in einen ungehobelten Raufbold. Die beiden verstanden sich zunächst gut. Doch irgendwann war Joplin von Morrisons Art so dermaßen genervt, dass sie die Party frühzeitig verlassen wollte. Aber der Doors-Sänger war hartnäckig und wollte sie am Wegfahren hindern – da zog sie ihm kurzerhand eine Whiskeyflasche über den Kopf.

2. Sie sprang bei Tina Turner auf die Bühne und gab ein Impromptu-Duett.

Als Janis Joplin in der Dick Cavett Show nach ihren Lieblingskünstlern gefragt wurde, war die Antwort eindeutig: „Tina Turner – die beste Braut aller Zeiten!“ Und das war noch bevor Tina Turner auch nur in die Nähe des Popstar-Daseins kam. Als Ike & Tina Turner 1969 für die Rolling Stones im Madison Square Garden eröffneten, stand Joplin zunächst am Bühnenrand und beobachtete die Show. Sie war flammender Fan von Tina. Als dann Land Of 1000 Dances angestimmt wurde, sprang sie für ein spontanes Duett auf die Bühne. Leider gibt es von dem Auftritt nur einige wenige Fotos.

3. Sie gab Jerry Lee Lewis eine saftige Ohrfeige.

Das letzte Mal, dass Laura Joplin ihre große Schwester sah, war 1970. Damals kam Janis zurück nach Texas, um bei ihrem 10-jährigen High-School-Jubiläum dabei zu sein. In derselben Nacht nahm sie ihre Schwester mit zu einem Jerry-Lee-Lewis-Konzert. Als sie ihn später Backstage trafen, sagte er zu Laura: „Du würdest gar nicht mal so schlecht aussehen, wenn du nicht versuchen würdest, wie deine Schwester zu sein.“ Janis konterte nicht, sondern scheuerte ihm direkt eine.

4. Sie improvisierte einen ihrer größten Hits.

„Oh Lord won’t you buy me a Mercedes Benz?“ Ihre Stimme ist rau, ganz nah am Mikrofon, kein anderes Instrument begleitet sie. Mercedes Benz geht keine zwei Minuten – ist eigentlich das genaue Gegenteil eines Rock-Hits. Und doch ist es einer ihrer bekanntesten Songs. Co-Writer Bob Neuwirth erinnert sich:

„Früher haben wir auf diesen fetten 16-Zoll-Bandmaschinen aufgenommen. Aber Paul Rothchild, der Produzent, ließ immer eine kleine Zwei-Spur-Bandmaschine mitlaufen, falls jemand eine gute Idee hatte und etwas improvisiert. An einem Tag sind die großen Bandmaschinen kaputtgegangen und wir mussten warten, bis wir mit den Aufnahmen weitermachen konnten. Um die Stimmung etwas zu entspannen, sagte Janis ‚Habt ihr schon meinen neuen Hit gehört?’ und improvisierte einfach Mercedes Benz.“

So wurde einer ihrer größten Songs auf einer kleinen Zwei-Spur-Bandmaschine aufgenommen. An dem Tag bekam Neuwirth einen Einblick in Janis’ einzigartige Persönlichkeit: „Diese pure Kraft und das Charisma machen den Song so besonders – dieses Kichern am Ende. Das ist so Janis!“

5. Sie brachte die Hells Angels dazu, für sie einkaufen zu gehen.

Es klingt nach einer ungewöhnlichen Kombination, aber Janis Joplin war gut mit den Hells Angels befreundet. Sie stand zeitweise sogar unter persönlichem Schutz der Rockergang. Eines Nachts wurden Joplin und ihr Freund David Niehaus von Geräuschen im Wohnzimmer ihres Hauses in Marine County wach. Einbrecher? So ungefähr. Fünf Hells Angels waren grade dabei, Joplins Kühlschrank nach etwas Essbaren zu durchwühlen. Und als der schmächtige Niehaus nicht so recht wusste, wie er den bewaffneten Rockern beibringen sollte, doch bitte wieder zu gehen, nahm Joplin die Sache selbst in die Hand. Sie machte die Fünf so dermaßen zur Schnecke, dass sie ein paar Nächte später wiederkamen – dieses Mal beladen mit Einkäufen, um den Kühlschrank wieder aufzufüllen.

6. Sie schmiss selbst postum noch eine Party für ihre Freunde.

Als Janis Joplin am 4. Oktober 1970 von ihrem Road Manager John Cooke tot aufgefunden wurde, stand die Musikwelt unter Schock. Sie war erst 27 Jahre alt, doch einen letzten Willen hatte sie schon verfasst. Darin war auch vermerkt, dass 2500 Dollar aus ihrem Vermögen für eine Party mit ihren Freunden eingesetzt werden sollen – als „ein letztes Zeichen der Wertschätzung und des Abschieds“. Also organisierte John Cooke eben diese Party als Totenwache im The Lion’s Share, einem Musikclub in San Anselmo, Kalifornien. Auf der Einladung hieß es, die Getränke gingen auf Pearl. So wurde Joplin von ihren Freunden genannt.

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Zeitsprung: Am 4.10.1970 stirbt Hippie-Ikone Janis Joplin.

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