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Popkultur

Die musikalische DNA von Prince

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Es schneite weder am 20. noch am 22. April des Jahres 2016, doch am 21. April ging ein Klagelied durch die Welt: „Sometimes it snows in April / Sometimes I feel so bad, so bad / Sometimes I wish life was never ending / And all good things, they say, never last“. Die Lyrics von Prince‘ Sometimes It Snows in April sollten sich als prophetisch erweisen: An einem Apriltag endete sein Leben. Mit Prince Rogers Nelson starb einer der letzten großen Pop-Stars, eine dieser ebenso charismatischen wie enigmatischen Figuren, wie sie in jeder Generation nur ein paar Mal zu finden sind. „I‘m something you‘ll never understand“, sang er in einem anderen Song – I Would Die 4 U. Besser hätte er es nicht in Worte fassen können.


Hör’ hier in Prince’ musikalische DNA rein:

Zur ganzen Playlist klick auf “Listen”.

In der Figur Prince traf unvergleichliches musikalisches Können auf künstlerische Visionen, die bis heute nichts an ihrer Strahlkraft verloren haben. Er spielte eigenhändig alle 27 Instrumente seines Debütalbums ein – mit nicht einmal 20 Jahren. Natürlich lässt sich eine Erklärung für Prince‘ Interesse an Musik und sein Können finden. Er wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf, der Vater war Pianist und Songwriter, die Mutter Jazz-Sängerin. Doch wirklich große Kunst ist nicht allein das Ergebnis von viel Fleiß, sondern auch Ideen, die weit über ein paar clevere Akkordfolgen hinausgehen. Prince hatte diese Ideen. Vor vielen anderen erkannte er das Potenzial von Technologie, angefangen von Drummachines hin zum Internet. Er engagierte sich für die Rechte der schwarzen Bevölkerung der USA und stellte in Frage, was das überhaupt bedeutet: ein Mann zu sein, oder eine Frau zu sein. Prince war lieber etwas, das wir niemals verstehen werden.

Prince war einer der inspirierendsten Pop-Stars seiner Generation, aber auch einer der inspiriertesten. So einzigartig sein unüberschaubares Werk auch ist, so finden sich darin doch deutliche Referenzen auf die Musik seiner eigenen Idole. Dennoch ist seine musikalische DNA eine ganz besondere und selbst, wenn wir sie komplett entschlüsseln könnten – verstehen würden wir ihn danach auch nicht. Das macht ihn doch so großartig. Und jetzt: „Let’s go crazy!“


1. James Brown – (Get Up I Feel Like Being A) Sex Machine Pt. 1 & 2

Funk Machine lautete der Titel des allerersten Prince-Songs, geschrieben im Alter von sieben (!) Jahren auf dem Klavier seines Vaters. Der Knirps wusste offensichtlich schon, wo es einmal hingehen sollte! Nach der Scheidung seiner Eltern heiratete die Mutter neu und mit dem Stiefvater Hayward Baker kam der junge Prince überhaupt nicht gut klar. Immerhin jedoch: Baker nahm das musikbegeistere Kind auf sein erstes Konzert mit. Wer da spielte? Natürlich die Sex Machine überhaupt, James Brown.

Brown brachte seinem Schüler im Geiste nicht nur den Funk bei, sondern auch den passenden Hüftschwung gleich dazu. Er zeigte dem aufstrebenden Musiker ebenso, was es heißt, eine Show zu schmeißen. Das sollte sich an Brown rächen: Als er 1983 erst Michael Jackson und dann Prince zu sich auf die Bühne holte, stahl Prince dem Soul Brother No. 1 ebenso wie dem King of Pop die Show. Nach ein paar funkigen Akkorden gibt er die Gitarre weg, reißt sich das Oberteil vom Leib und tänzelt auf so nonchalante Weise über die Bühne, dass selbst Brown dagegen wie ein Chorknabe aussieht.


2. Michael Jackson – Don’t Stop ‘Til You Get Enough

À propos Michael Jackson: Zum König des Pops pflegte der Prinz aus dem Paisley Park ein kompliziertes Verhältnis. Um nicht zu sagen, dass sich die beiden spinnefeind waren! Dabei gehörten sie doch derselben popkulturellen Revolution an. Ihre Videos zu Little Red Corvette und Billie Jean waren die ersten von schwarzen Künstlern, die in den achtziger Jahren von MTV auf Heavy Rotation gespielt wurden. Kaum zu glauben, aber noch zwanzig Jahre nach Ende der Segregation in den USA war Musikfernsehen noch immer eine fast komplett weiße Angelegenheit!

Das hielt Prince und Jackson aber nicht davon ab, einander anzugiften. Besser gesagt: Es war Prince, der Jackson auf dem Kieker hatte. Die einseitige Fehde lief über Jahrzehnte. Noch 2006 machte sich Prince einen Spaß draus, Jackson eins reinzuwürgen – beinahe buchstäblich! Als der Thriller-Sänger ein Konzert von Prince in Las Vegas besuchte, ging der mit seinem Bass auf den Sitz Jacksons zu und spielte direkt vor seinem Gesicht harten Slap-Bass. Solcherlei Anekdoten gibt es dutzende, sogar bei einem Tischtennisspiel soll Prince ihn gegängelt haben, indem er den Ball ständig auf den Schritt des Kontrahenten schlug… Doch immerhin: Nach dem Tod Jacksons im Jahr nahm er kommentarlos zwei von dessen Stücke – Shake Your Body und Don’t Stop ‘Til You Get Enough – in seine Live-Sets auf. Eine kleine, aber wichtige Geste.


3. Funkadelic – Maggot Brain

So leidenschaftlich Prince auch hassen konnte, so glühend konnte er lieben. George Clinton gehört neben James Brown und Sly Stone zu einem der ganz großen Funk-Pioniere. Mit dem Parliament-Funkadelic-Kollektiv definierte er einen neuen, psychedelischen Funk-Sound, der vor kosmischen Vibrationen nur so strotzte. Dreckig und transzendental zugleich! Das war selbstverständlich voll nach dem Geschmack von Prince, der sogar einige Soloalben des genialen Musikers auf seinem Paisley Park-Label veröffentlichte und mit ihm gemeinsam das Stück We Can Fuck schrieb. Äh, We Can Funk. Je nach Version hat der Song einen anderen Titel…

Prince hat im Laufe seiner Karriere immer wieder auf den kosmischen Überbringer der funkigen Botschaft verwiesen und war ihm auch persönlich sehr zugeneigt, wie ein handschriftlicher Brief beweist, der im Archiv von Prince gefunden wurde. „Mann, ich bin so froh, an deiner Seite zu sein“, schreibt er. „Muss wohl Mondstaub durch die Gegend gewirbelt sein, als du geboren wurdest, denn verdammt soll ich sein, wenn du von diesem Planeten Erde bist!“ Poetische, zärtliche Worte für einen der ganz großen Helden der Funk-Musik.


4. Little Richard – Tutti Frutti

Das flamboyante Auftreten Clintons ist sein Markenzeichen. Regenbogenfarbene Dreadlocks, aufwändige Kostüme – der Mann lässt nichts aus. Auch Prince war als Gestaltenwandler bekannt, bekanntlich stand ihm – neben der Farbe Lila – sogar das Adamskostüm ausgesprochen gut. Seine – wortwörtlich gesprochen – Offenheit sorgte für so manche Controversy, wie eines seiner Alben nicht ohne Grund betitelt ist. „You don‘t need no money, you don‘t need no clothes / The second coming, anything goes / Sexuality is all you‘’ll ever need / Sexuality, let your body be free“, heißt es im Song Sexuality. Ein programmatischer Text!

Mehr noch als andere vor ihm wie etwa David Bowie stellte Prince herkömmliche Vorstellungen von Männlichkeit auf den Kopf. Er hatte dabei allerdings Vorbilder. Den Hüftschwung lieh er sich von James Brown, das Make-Up inklusive aufgemaltem Schnauzer aber von Little Richard. Der 1932 geborene Tutti Frutti-Sänger musste sich zeitlebens immer wieder Diskriminierung ausgesetzt sehen und umschiffte Fragen nach seiner Sexualität stets. Als „omnisexuell“ bezeichnete er sich beispielsweise. Was das wohl heißt? Von Prince zumindest sind vor allem Beziehungen zu Frauen bekannt und zum Ende seines Lebens bekannte er sich als zölibatär. Doch für Jahrzehnte stand er an der Speerspitze einer Revolution, die immer auch eine sexuelle war und die Normen durcheinander wirbelte.


5. Jimi Hendrix – Red House

Somit steht Prince ebenfalls in der Tradition der Woodstock-Generation, deren Verlangen nach freier Liebe auf unzähligen Platten festgehalten wurde. Kein Wunder, dass er auch von dort seine musikalische Inspiration bezog! Als er 2004 für die Tribute-Compilation Power of Soul: A Tribute to Jimi Hendrix ein Cover von dessen Song Red House – der natürlich bei Prince Purple House hieß – beisteuerte, kam endlich zusammen, was zusammen gehörte. Denn Hendrix war ein ähnlicher Visionär wie später das Kid aus dem Paisley Park.

Alben wie Are You Experienced oder Electric Ladyland nutzten die neue Studiotechnik der späten sechziger Jahre als Instrument, wie auch Prince in den Folgejahren Drummachines und andere technologische Neuerungen in seine Musik einbringen sollte, lange bevor sie zum Standard wurden. Ob der Einfluss sich auch auf Prince‘ Gitarrenspiel erstreckte? Nein! „Das wird nur gesagt, weil er schwarz ist. Das ist dann schon alles, was wir gemein haben“, sagte ein erboster Prince im Jahr 1985 dem Rolling Stone-Magazin. „Er spielte ganz anders als ich. Wenn überhaupt dann ist in meiner Musik eher ein Santana-Einfluss auszumachen. Hendrix spielte bluesiger, Santana hübscher. Du kannst nicht einfach zwei Menschen miteinander vergleichen – es sei denn, der eine klaut beim anderen.“ Amen!


6. Miles Davis – Blue in Green

Dennoch: Zumindest den Innovationsgeist teilten sich Hendrix und Prince. Auch ein anderer Prince, nämlich der Prince of Darkness, Miles Davis, zeigte sich zu seinen Hochzeiten aufgeschlossener als viele andere. Als Davis auf Synthesizer umstieg, brach er damit in der Jazz-Welt ein Tabu. Seine Starrhalsigkeit war berüchtigt, doch Prince fand genau daran seinen Gefallen. Beide verehrten einander und nahmen sogar gemeinsame Stücke auf. Oder zumindest sind sie auf denselben Aufnahmen zu hören, denn gemeinsam im Studio standen sie nie. Dafür aber auf der Bühne.

Der Prince-Saxofonist Eric Leeds erinnerte sich an denkwürdige Momente: „Wir spielten ein Konzert im Paisley Park. Das war die Silvesternacht 1987“, erzählte er dem Magazin Uncut. „Miles war ein Gast und kam auf die Bühne, um bei einem Song mitzuspielen. Soweit mir bekannt, war dies das einzige Mal, dass die beiden gemeinsam spielten. Sie freundeten sich aber an und blieben in Kontakt.“ Da wären wir gerne eine Fliege an der Wand gewesen! Zumindest können wir noch darauf hoffen, dass die Aufnahmen eines Tages noch aus dem Tresor des Paisley Parks heraus ihren Weg in die Öffentlichkeit finden…


7. Madonna – Love Song

Während Miles Davis zwar ungemein erfolgreich war, so blieben ihm doch große kommerzielle Erfolge verwehrt. Prince indes schaffte es, innovative und abenteuerliche Musik zu machen und dennoch die Charts zu stürmen. Nicht nur mit seinen Texten und seinem Auftreten schließlich brach er mit den Konventionen, auch mit seiner Musik. Wie ein guter Pop-Song zu funktionieren hatte, war ihm aber genauso bewusst. So verwundert es auch kaum, dass er selbst in der Nähe von Madonna zu glänzen wusste. Für ihr Album Like a Prayer spielte er ein paar Gitarrenparts ein.

Gut, das mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass die beiden mehr als nur ein Studio teilten – für eine kurze Zeit waren sie liiert. Doch auch diese Beziehung zerbrach und es wurde, nun ja, ziemlich hässlich. Welch Ironie des Schicksals, hatte Prince doch ausgerechnet beim Love Song seine Finger im Spiel! 2015 aber sollen sie sich doch zusammengerauft haben. Bei einem der legendären Privatkonzerte im Paisley Park spielten sie angeblich sechs gemeinsame Songs, bevor Prince der Kollegin etwas ins Ohr flüsterte und diese sich dann von der Bühne verabschiedete. Was da wohl auf und vielleicht sogar hinter der Bühne gesagt wurde…?


8. Ice Cube – What Can I Do?

Nicht nur durch seine Kollaborationen mit Madonna bewies Prince, dass er den Sounds der Zeit stets aufgeschlossen war. Auch mit Hip Hop experimentierte er viel und das, obwohl er selbst als ein oft gesampelter Künstler im Hip Hop-Kanon verewigt wurde. „Hat jemand meine Kindheit gesehen?“, twitterte Ice Cube bestürzt, als die Nachricht von Prince‘ Tod die Runde machte. Prince lieferte ihm viel Inspiration, aber auch mehr als das. 1996 kam ihm die Ehre zuteil, vom Kid selbst gesampelt zu werden.

Der Track Mr. Happy auf Prince‘ Album Emancipation spielt mit einer Line aus dem Ice Cube-Track What Can I Do?: „bought a house next to Prince“. Ein augenzwinkernder Verweis auf den Fan, der selbst zum Vorbild wurde. Die beiden kannten sich nämlich persönlich: 1994 hatte Ice Cube beim Dreh für das Video zum Prince-Song Love Sign Regie geführt. „Er machte sonst vor allem Performance-Videos, weshalb es echt cool war, ihn zum Schauspielern zu bringen“, erinnerte sich Ice Cube. „Wir drehten also dieses Video, in dem er einen DJ darstellte und dann kam eine Auftragsmörderin, um ihn umzubringen. Sie verliebte sich aber bei seinem Anblick sofort in ihn und sie hauten gemeinsam ab um zu machen, was Prince halt so macht.“ Zugegeben, oscarreif klingt das nicht wirklich…


9. Sheila E – The Glamorous Life

Aber sei’s drum, Prince‘ Hauptmedium war eben die Musik. Die ersann er oftmals ganz allein und nicht selten legte er im Studio Hand an, wenn es gar nicht notwendig war. Selbst mit großen Plattenfirmen im Rücken, die ihm Geld genug für eine Bande von Session-Musikern vorstreckten, erledigte Prince den Job meistens alleine. Sicher ist sicher! Doch nicht nur seine Band The Revolution, sondern auch andere Figuren aus seinem Umfeld genossen sein vollstes Vertrauen. Seine engste Begleiterin war wohl Sheila E, die Ausnahmeschlagzeugerin, die gerne als die Queen of Percussion bezeichnet wird.

Die beiden kannten sich schon, bevor Sheila E mit The Glamorous Life eine überaus erfolgreiche Solo-Karriere startete. 1978 soll Prince sie nach einem Konzert Backstage abgepasst haben. Er und Bassist Andre Cymone hätten „sich gerade darüber gestritten, wer von uns als erster dein Ehemann wird“, soll er ihr angeblich gesagt haben! Es kam nie dazu, obwohl er ihr 1987 sogar tatsächlich einen Antrag machte. 1989 trennten sich ihre Wege in professioneller Hinsicht, bevor sie ab 2008 seiner Band hin und wieder den richtigen richtigen Groove verpasste. Ihre musikalische Symbiose war wie keine andere, ihre gegenseitige Liebe rostete über all die Jahre ebenfalls nicht.


10. Sinéad O’Connor – Nothing Compares 2 U

Wie viel Prince der Musikwelt geschenkt hat, ist kaum auszumessen. Funk, Soul, R’n’B. Pop, Hip Hop, sogar bis hin in die weiten Gefilde elektronischer Tanzmusik von House bis Techno: Er hat überall seine Spuren hinterlassen. Songs wie Purple Rain, Sometimes It Snows In April, Kiss, If I Was Your Girlfriend und so viele andere bleiben auf immer unvergesslich. Manche seiner größten Hits allerdings wurden von anderen bekannt gemacht. Wusstet ihr beispielsweise, dass Prince Manic Monday von den Bangles geschrieben hat? Verrückt, oder? Und da wäre natürlich noch ein ganz besonderer Song mit einem ganz besonderen Video, für den Prince die Vorlage lieferte…

Ursprünglich hatte Prince das Stück Nothing Compares 2 U für sein Nebenprojekt The Family geschrieben, bekannt machte ihn aber die Irin Sinéad O‘Connor mit ihrer etwas aufgepeppten Version der Power-Ballade, die in der Originalversion mit kosmischen Synthesizer-Sounds und einem irren Saxofon-Solo aufwartet. Prince war überhaupt nicht glücklich mit dem Erfolg des Stücks und konnte auch O‘Connor nicht leiden. „Nach Nothing Compares 2 U zitierte er mich zu sich nach Hause“, erinnerte sich die Sängerin. „Ich hatte das Stück ohne ihn gemacht. Ich hatte ihn nie getroffen. Er zitierte mich also zu sich nach Hause – und es ist echt dämlich, das einer irischen Frau anzutun – und teilte mir mit, dass er meinen Tonfall in Interviews nicht mögen würde. Also habe ich ihm gesagt, dass er mich mal kreuzweise kann!“ Ja, ja: Einfach war er nicht, dieser Prince. Aber einzigartig.


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Zeitsprung: Am 3.7.1969 wird Rolling-Stones-Gründer Brian Jones tot aufgefunden

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Brian Jones
Foto: Keystone/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 3.7.1969.

von Tom Küppers und Christof Leim

Aufstieg und Fall liegen gerade in der Kunst oft gefährlich nahe beinander. Basierend auf der Vision von Brian Jones legten die Rolling Stones den Grundstein für ihre Weltkarriere, doch der Gitarrist wird das nicht mehr erleben. Sein Tod am 3. Juli 1969 ist der tragische Höhepunkt einer traurigen Geschichte und sorgt bis heute immer mal wieder für Spekulationen.

Hört hier das letzte Stones-Album, das zu Jones’ Lebzeiten veröffentlicht wurde:

Die Jugend des am 28. Februar 1942 geborenen Lewis Brian Hopkin Jones verläuft anfangs in halbwegs geordneten Bahnen. Sein musikalisches Talent legen ihm die Eltern in die Wiege, denn der Vater unterrichtet in seiner Freizeit andere am Klavier, seine Mutter greift ebenfalls in die Tasten und leitet den örtlichen Kirchenchor. Knapp volljährig zieht er nach London, um eine neue Band zu gründen. Dort trifft er auf Mick Jagger, der Keith Richards mitbringt – das Grundgerüst der Rolling Stones steht somit. Jones ist zu diesem Zeitpunkt der klare Anführer der Band. Er bringt Jagger und Richards die Feinheiten des Rhythm & Blues näher, zeigt Mick, wie das mit der Mundharmonika geht und spielt tagelang mit Keith zu Platten von Jimmy Reed und Muddy Waters.

Sprachrohr mit Stimmungsschwankungen

Als die Stones 1963 durchstarten, ist Jones Sprachrohr und Star der Gruppe. Doch hinter den Kulissen zeigt er sich unzufrieden – vor allem ab dem Moment, als Jagger und Richards anfangen, eigene Songs zu schreiben. Denn Jones’ Schwäche liegt darin, dass er als Komponist nicht mit den anderen mithalten kann. Die Stones, getragen von einer bis dato noch nicht gesehenen Erfolgswelle, hetzen durch die Konzertsäle und Aufnahmestudios, Jones kontert dem Stress mit Drogen und Alkohol.

Brian Jones

Anfangs der klare Anführer bei den Stones: Brian Jones. (Bild: Mark & Colleen Hayward/Redferns/Getty Images)

Etliche Zeitgenossen berichten dazu von extremen Stimmungsschwankungen. Stones-Basser Bill Wyman schreibt in seiner Biografie A Stone Alone von zwei Persönlichkeiten: „Die eine gab sich introvertiert, schüchtern, sensibel, tiefgründig. Die andere war eine umher stolzierender Pfau, gesellig künstlerisch und verzweifelt auf die  Anerkennung anderer angewiesen.“ Das Problem an der Sache: Künstlerisch kriegt Jones immer weniger auf die Pfanne. Bei Aufnahmesessions beschränkt sich sein Beitrag hauptsächlich auf obskure Instrumente (auf Paint It, Black brilliert er zum Beispiel mit einem fantastischen Sitar-Lick) – wenn er überhaupt erscheint. Oft ist er zu benebelt, um Produktives beizutragen, was beispielsweise der Promo-Clip zum 1967 veröffentlichten We Love You schmerzlich vor Augen führt. Als die Stones ihre nächste US-Tour planen, wird klar, dass Jones zum einen wegen diverser Drogendelikte kein Visum erhalten wird und zum anderen überhaupt nicht mehr in der Lage ist, auf Tournee zu gehen. Jagger, Richards und Co. ziehen die Notbremse und eröffnen ihrem ehemaligen Bandleader Anfang Juni 1969, dass sich ihre Wege jetzt trennen werden. (Die ganze Geschichte dazu gibt es hier.)

Große Pläne

Jones zieht sich auf die Cotchford Farm zurück, die früher einmal dem Autoren A.A. Milne (Pu der Bär) gehörte. Sein alter Freund Alexis Korner besucht Brian kurz nach der Trennung und berichtet, er habe den Gitarristen lange nicht mehr so glücklich erlebt. Tatsächlich hegt Brian weitere musikalische Pläne mit John Lennon oder Mitch Mitchell von der Jimi Hendrix Experience, sogar ein paar eigene Songs nimmt er als Demos auf.

Doch in der Nacht des 3. Juli 1969 entdeckt Jones’ damalige Partnerin Anna Wohlin seinen leblosen Körper am Boden des Swimmingpools. Sie behauptet zwar, dass Jones noch gelebt habe, als er aus dem Wasser gezogen wurde, doch als die Ärzte eintreffen, können sie nur noch den Tod des 27-Jährigen feststellen. Zwei Tage später wollen die Stones im Hyde Park seinen Nachfolger Mick Taylor vorstellen, widmen die Show aber natürlich dem verstorbenen Weggefährten. Jagger trägt aus dem Gedicht Adonais vor, dazu werden Hunderte weiße Schmetterlinge freigelassen, und die Band spielt einen von Brians Lieblingssongs. Eine Woche später wird Brian Jones beerdigt.

Jahrelange Spekulationen

Der Leichenbeschauer kam damals zu dem Schluss, das Ganze sei ein Unfall gewesen, und hält fest, dass Herz und Leber aufgrund der vergangenen Eskapaden deutlich vergrößert seien. Doch immer wieder kochen Theorien hoch, dass Jones’ Tod eben kein Unglück war. Regelmäßig taucht in diesem Zusammenhang der Name Frank Thorogood auf, ein Bauarbeiter, der zum Zeitpunkt des Todes auf dem Anwesen beschäftigt war. Zuletzt kommen diese Vorwürfe 2008 wieder auf, als die Mail On Sunday behauptet, Thorogood habe Jones im Streit getötet, was die Polizei seinerzeit vertuscht hätte. Die zuständigen Behörden in Sussex antworten, dass trotz ausführlicher Untersuchungen keine neuen Beweise aufzufinden sind, die der ursprünglich festgestellten Todesursache widersprechen.

Brian Jones Beerdigung

Brian Jones wird zu Grabe getragen (Bild: Evening Standard/Hulton Archive/Getty)

Über Jones’ Tod zu sprechen, fällt Jagger auch viel später noch sichtlich schwer. „Ich habe die Schwere seiner Drogensucht damals einfach nicht richtig verstanden“, erklärt er 1995 dem Rolling Stone. „Dinge wie LSD waren völlig neu. Niemand kannte die Nachteile. Man dachte, Kokain sei gut für einen.“ In ihrer Dokumentation Crossfire Hurricane setzen die Stones ihrem Gründer dann endgültig ein Denkmal und erinnern so daran, welch immenses musikalisches Talent die Rockwelt viel zu früh verloren hat.

Zeitsprung: Am 8.6.1969 feuern die Rolling Stones ihren Gitarristen Brian Jones.

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Zeitsprung: Am 2.7.1984 erscheint das zweite Dio-Album „The Last In Line“

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Dio Last In Line

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 2.7.1984.

von Christof Leim

Am 2. Juli 1984 veröffentlicht Ronnie James Dio das zweite Album seiner Solokarriere. The Last In Line schlägt in die gleiche Kerbe wie der fulminante Einstand Holy Diver, zeigt aber bereits dezente Änderungen im Sound. Immerhin: Ordentlich Riffs und Regenbögen gibt’s immer noch.

Zur Lektüre könnt ihr euch hier die Deluxe-Version der Platte anhören:

Er hat gut vorgelegt, keine Frage: 1983 veröffentlicht Meistersänger Ronnie James Dio mit Holy Diver sein erstes Album unter eigenem Namen und startet damit nach Erfolgen mit Rainbow und Black Sabbath eine Solokarriere. Das Debüt darf – ach was: muss – man heutzutage als unsterblichen Metal-Klassiker bezeichnen. (Ehrlich jetzt: Das Ding gehört in jede Sammlung. Und wer Gitarre spielt, muss das Holy Diver-Riff draufhaben. So will es das Gesetz.)

Hochkarätige Besetzung

Mit dabei in der ersten Inkarnation der Dio-Band: Black-Sabbath-Kollege Vinny Appice am Schlagzeug, der alte Rainbow-Kollege Jimmy Bain am Bass und ein blutjunger Flitzefinger aus Belfast namens Vivian Campbell. Der hatte vorher bei den NWoBHM-Untergrundlern Sweet Savage gespielt (unter Metalheads hauptsächlich bekannt wegen des Metallica-Covers von Killing Time), später bei Whitesnake, heute gehört er zu Def Leppard.

Dio

Mit dem Erfolg des Erstlings im Rücken macht sich diese Mannschaft an die Arbeit zum Nachfolger, zum ersten Mal verstärkt durch einen Keyboarder: Claude Schnell von Rough Cutt. Diesmal kann Campbell mehr Material beisteuern als beim Debüt, viele Stücke entstehen als Kooperation der ganzen Band (minus Schnell), zwei der neun Nummern schreibt Dio alleine. Die Texte stammen ebenfalls vom Meister selbst, und natürlich geht’s wieder um Dämonen, Regenbogen, Gut gegen Böse, die Nacht und so weiter – das ganze gute Zeug eben, das große Teile des klassischen Metal gleichermaßen kitschig wie großartig sein lässt. Man weiß nur nie so recht, ob die Pommesgabel reicht oder man demnächst einen Ring in ein Feuer werfen muss.

Flirt mit dem Pop-Metal

Viel der neuen Platte ist aus ähnlichem Holz geschnitzt wie Holy Diver, die Dio-Band führt ihren bewährten Stil weiter. Das heißt: Griffige Songs zwischen Hard Rock und Heavy Metal, mit Riffs galore, brillanten Soli und noch brillanterem Gesang. Insgesamt fällt The Last In Line allerdings ein Quäntchen weniger rau aus, was vor allem am Sound liegt. Den verantwortet erneut Ronnie selbst, der als Produzent agiert. Man kann sagen: Dio flirten hier schon ein bisschen mit dem Pop-Metal, der die Mittachtziger dominiert; auf den Nachfolgern Sacred Heart (1985) und Dream Evil (1987) gehen sie noch weiter.

Die Scheibe eröffnet mit We Rock, einem klassischen Achtziger-Metal-Track mit schnellen Riffs und Fäusteschwinger-Refrain, der schnell zum Fixpunkt der Setlist wird. Im Titelstück The Last In Line geht es episch zu dank cleaner Gitarren am Anfang, dramatischen Melodien vom Meister, auf die stampfende Verse und ein Chorus folgen, zu dem man als Metal-Fan die Faust einfach ballen muss. Es geht ja schließlich um etwas: Sind wir böse oder göttlich, „evil“ or „divine“? Was philosophische Fragen anbelangt, geht unser Dio für weniger gar nicht aus dem Haus. Der Song wird in Europa als dritte Single veröffentlicht, 30 Jahre später erhalten Tenacious D für ihre Coverversion sogar einen Grammy.

Platin und Radio-Hits

Ansonsten gibt es knackige Rocker wie Breathless, One Night In The City und Eat Your Heart Out, die allerdings nicht zwangsläufig auf jede Dio-Best-Of gehören. Das Gleiche gilt für die flotten Headbanger I Speed At Night und Evil Eyes. Mit Mystery hat das Quintett sogar eine regelrecht poppige Nummer am Start, die trotzdem oder deshalb zur Single erkoren wird und sich auf MTV nicht schlecht schlägt. Für ein ordentlich im Shuffle stampfendes Epos (man denke an: Heaven & Hell) ist Ronnie James natürlich immer zu haben, deshalb endet die Platte mit dem Sieben-Minuten-Brecher Egypt (The Chains Are On), einem Album-Höhepunkt.

Das kommt an: Für The Last In Line erhalten Dio schon nach zwei Monaten eine Goldauszeichnung in den USA dank einer halben Millionen verkaufter Platten, knapp drei Jahre später gibt es Platin. Die Chartplatzierungen können sich sehen lassen: Platz 23 in den Vereinigten Staaten und Deutschland, sogar Rang 4 in Großbritannien. Alle drei Singles (Mystery, We Rock und The Last In Line) werden zu Hits im Rockradio. Damit hat Ronnie James Dio seine Soloband nachdrücklich etabliert. Die Truppe tourt ausführlich, Liveaufnahmen erscheinen im Konzertvideo A Special From The Spectrum von 1984 und 2012 auf der Deluxe-Version der Platte.

Heutzutage klingt The Last In Line weniger zeitlos als das vermutlich geplant war, also schon ziemlich deutlich nach den Mittachtzigern, gehört aber zum Kanon der geschichtsträchtigen Metal-Werke. Dem zollen 2012 die damaligen Mitstreiter Campbell, Appice und Bain (verstorben 2016) Tribut, indem sie ihre neue Band Last In Line nennen und so den Geist der frühen Dio-Band trotz des Todes ihres Namensgebers (2010) weiterleben lassen.

Dio Last In Line

Zeitsprung: Am 17.4.1980 feiern Black Sabbath mit Dio Premiere – in Ostfriesland.

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Popkultur

25 Jahre „Three Dollar Bill, Y’all“: Limp Bizkit starten ihren Kreuzzug des schlechten Geschmacks

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Limp Bizkit
Foto: Brenda Chase/Getty Images

Nu Metal ist längst auf dem Vormarsch, als Limp Bizkit mit ihrem Debüt Three Dollar Bill, Y’all um die Ecke biegen. Der provokante, für viele abstoßende White-Trash-Appeal von Fred Dursts wilder Bande ist 1997 für viele dann aber doch noch zu viel.

von Björn Springorum

Hier könnt ihr euch Three Dollar Bill, Y’all anhören:

Limp Bizkit liebt man oder hasst man. Dazwischen, so kann man nach 25 Jahren sicher sagen, gibt es nicht viel Spiel. Genau so wie es sich Fred Durst damals also vorstellte, als er zu Beginn der Neunziger eine Band gründet. Durst steht auf Hip-Hop ebenso wie auf Heavy Metal, skatet, liebt Tattoos, Beatboxen und Breakdancen. Ziemlich viel Cringe-Potential natürlich für einen weißen Dude Anfang 20 in North Carolina. Aber Hobbys sind eben Hobbys.

Nach Stippvisiten bei bedeutungslosen Lokalbands hat er genug und nimmt die Dinge einfach mal selbst in die Hand. Gesegnet mit jeder Menge Selbstbewusstsein, einen gewöhnungsbedürftigen Sinn für Humor und einer Vorliebe für Provokation kann er Bassist Sam Rivers und dessen Cousin, Jazz-Drummer John Otto von seinen Plänen überzeugen. Bald darauf wird das junge Glück ergänzt von Gitarrist Wes Borland. Als Durst einen zweiten Gitarristen an Bord holen will, um den Sound breiter und variabler zu gestalten, funkt Borland dazwischen: Nö, nix da, sagt der, ein Gitarrist reicht völlig. Stattdessen stößt DJ Lethal von House Of Pain zu der jungen Band, völlig begeistert davon, wie er sich hier im Vergleich zu seinen alten Hip-Hop-Buddies ausleben kann: Knallharter Sound, kompromisslose Attitüde, hohes Aggressionspotential und eine durchaus originelle Vermischung von Rap und Metal.

Das Beachtenswerte: Ohne es zu wissen, schart Fred Durst schon in den frühen Tagen ein Line-Up um sich, das bis zum heutigen Tag unverändert bleiben und gemeinsam über 40 Millionen Tonträger verkaufen soll. Nicht schlecht für die selbstgefälligen Visionen eines gelangweilten Twens mit großer Klappe. Aber das ist bei Fred Durst eben immer schon so: Große Klappe, was dahinter.

Schocken um jeden Preis

Er ist es auch, der seiner Band den Namen Limp Bizkit gibt. Er will die Menschen bewusst anwidern, will sie abschrecken und schon sehr frün die Spreu vom Weizen trennen. Wer sich schon von diesem Namen abschrecken lässt, denkt er sich, ist für die Musik eh nicht bereit. Damit soll er Recht behalten: Mit ersten Demo-Songs erregen sie zwar durchaus die Aufmerksamkeit einiger Plattenfirmen, ausnahmslos wird jedoch verlangt, die Band solle ihren Namen ändern. Nicht mit Durst! Der sieht lieber mit Wohlwollen, wie sich seine Band eine Kult-Anhängerschaft erarbeitet. Klar, Korn und die Deftones feiern damals schon große Erfolge; für den expliziten, trashigen, inhaltlich fragwürdigen, überzeichneten bewusst geschmacklosen Nu-Metal-Abriss hat man damals aber einfach noch keine Schublade.

Fred Durst ist überall unterwegs, um für seine Band Werbung zu machen, gibt sich schon auch mal als deren Manager auf, um dick aufzutragen. Wes Borland derweil entwickelt sein Faible für bizarre Kostümierungen, die schon bald einer der Hauptgründe sind, weshalb immer mehr Menschen zu Shows von Limp Bizkit kommen. Irgendwie kann Durst sogar Korn davon überzeugen, seine Band mit auf Tour zu nehmen, obwohl sie damals noch nicht mal einen Plattenvertrag haben.

Geschmacklos und stolz drauf

Den gibt es dann irgendwann doch – und natürlich ohne Namensänderung. Fred Durst kennt die Mechanismen der Industrie zu diesem Zeitpunkt schon beeindruckend gut. Dass er das Limp-Bizkit-Debüt trotzdem Three Dollar Bill, Y’all nennen muss – Queer as a three dollar bill ist eine homophobe Beleidigung –, ist mehr als nur ein Kopfschütteln wert. Aber da hat er sich eben schon eingeschossen auf seine Antihaltung, auf sein gezieltes Anecken, Anwidern, Anpissen.

Was George Michael wohl davon hielt?

Dafür hätte allein der Sound der Platte gereicht: Was am 1. Juli 1997 erscheint, ist ein verstörend hart produziertes, chaotisches, wütendes Album, das hörbar von Tool oder den Deftones geprägt ist, aber zu gleichen Teilen mit breitbeinigem Rap-Gehabe aufwartet und völlig unsubtil auf die Fresse gibt. Pollution ist ihr erster kleiner Hit, mit Counterfeit machen sie sich schon auf ihrem Debüt über Bands lustig, die sie kopieren. Klar, auch ihr anarchisches, tollwütiges Cover von George Michaels Faith, in Undergroundkreisen damals längst Legende, findet sich auf Three Dollar Bill, Y’all wieder. „Wir wussten, dass wir nur auffallen können, wenn wir die Leute schocken“, so Wes Borland damals. „Das bewegt die Leute.“

Scheint zu klappen: Nach dem Release touren sie im Vorprogramm ihrer Helden von Faith No More (wenn auch vor einem sehr ablehnenden Publikum), werden mehr und mehr von MTV entdeckt. Das Album wird zum Erfolg und zündet eine neue Stufe in Sachen Nu-Metal-Welteroberung. Man muss nicht mögen, wie Fred Durst in seinen Texten mit Frauen umgeht; man muss aber immer im Hinterkopf behalten, worum es ihm seit Tag eins bei dieser Band geht: Darum, dass sich die Menschen angewidert abwenden. Das zumindest ist spätestens 1999 allerdings passé: Der Nachfolger Significant Other verkauft sich gleich mal 16 Millionen Mal. Liebe oder Hass: Respekt vor Fred Dursts genialer Strategie muss man haben. Und die Songs, die knallen auch 25 Jahre später noch.

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10 Songs, die jeder Limp-Bizkit-Fan kennen muss

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