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David Bowie: Verloren geglaubte Ziggy Stardust Fernsehpremiere wiederaufgetaucht!

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David Bowie

Für David Bowie Fans ist es so etwas wie der Heilige Gral: Die lange verloren geglaubte Aufzeichnung von Bowies erstem Fernseh-Auftritt als Ziggy Stardust. Jetzt ist sie nach vielen Jahren wiederaufgetaucht! Bevor wir die legendäre Performance aber zu Gesicht bekommen können, muss die Aufnahme vorsichtig restauriert werden.

von Timo Diers

Als David Bowie 1972 Starman bei Top Of The Pops performte, nahmen ihn viele zum ersten Mal wahr: Gekleidet in einen Schlangenhaut-Ganzkörperanzug legte er beim Singen seinen Arm um Gitarrist Mick Ronson, schockte landesweit die Zuschauer und läutete eine Ära von Glamour und Androgynität ein. Ein Wendepunkt der Musikgeschichte – aber tatsächlich nicht das erste Mal, dass Ziggy Stardust sein Gesicht im Fernsehen zeigte. Rund einen Monat vor dem Top Of The Pops Auftritt war Bowie alias Ziggy Stardust bereits bei ITVs Lift Off With Ayshea zu Gast. Eine weit weniger bekannte Performance. Nicht zuletzt, da sämtliche Originalbänder von ITV vor einigen Jahren versehentlich gelöscht wurden.

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Hört hier in Ziggy Stardust rein:

Klickt auf “Listen” für das volle Programm.


Doch wie die BBC vor Kurzem verlauten ließ, ist nun ein privater Mitschnitt von Ziggy Stardust bei Lift Off With Ayshea aufgetaucht. Allerdings ist nicht ganz klar, ob die Aufnahme auch abgespielt werden kann: „Es würde auseinanderfallen, wenn wir es einfach so abspielen würden“, erklärt Francis Whately, Produzent und Regisseur der Dokumentation David Bowie: Finding Fame. „Wir müssen das Band sehr vorsichtig restaurieren. Es wird eine echte Sensation, wenn wir es hinbekommen!“

Aber wie konnte ein so wichtiger Mitschnitt einfach aus dem Archiv gelöscht werden? Nun, nennen wir es Kommunikationsprobleme: Als das Unternehmen ITV Granada die Bänder digitalisieren wollte, wurden durch ein Missverständnis alle Originalmitschnitte gelöscht, von denen es keine Kopien gab. Nicht nur die wertvolle Fernsehpremiere von Ziggy Stardust ging dabei verloren, sondern praktisch auch das ganze Lebenswerk von Moderatorin Ayshea Brough: „Er [der verantwortliche Techniker] löschte Jahre meines Lebens und meiner Auftritte. Und die Auftritte von allen anderen. Das ist eine schreckliche Sache“, kommentierte die ikonische Moderatorin in einem Interview mit dem Record Collector Magazin.



David Bowie und die BBC haben schon eine lange Geschichte zusammen. 1965 spielte der damals erst 18-jährige David Robert Jones bei einer Talentshow des Senders vor und wurde mit niederschmetternden Kommentaren abgelehnt: Er sei ein Amateur, der die Töne nicht trifft. „Es gab viele Sprungbretter, die zu Ziggy geführt haben, aber eben auch viele Niederlagen“, kommentiert Francis Whately den unglücklichen Einstand von Bowie bei der BBC. „Aber es zeigt, wie er sich auf seine Fehler eingelassen und davon gelernt hat“.

Ob die verloren geglaubten Bänder von der Ziggy Stardust Premiere bei Lift Off With Ayshea wiederhergestellt werden konnten, ist noch fraglich. Falls die Restauration erfolgreich war, wird der Mitschnitt am 9. Februar 2019 in der BBC Two Reportage David Bowie: Finding Fame gesendet.


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Popkultur

6 Anekdoten, die nur aus dem Leben von Paul Stanley stammen können

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Paul Stanley
Foto: Kevin Winter/Getty Images

Paul Stanley hat als Gitarrist und Sänger von Kiss alles erreicht, was man sich als Rockstar nur wünschen kann. Dabei sind unter anderem diese sechs Dinge passiert.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch die größten Hits von Kiss anhören:

1. In den Anfangstagen von Kiss ist Paul Stanley für kurze Zeit der „Bandit“.

Demon, Spaceman, Catman und Starchild: Die vier Alter Egos von Kiss haben in der Rockmusik einen ganz besonderen Platz. Doch bevor Paul Stanley als Starchild in die Geschichte eingeht, probiert er unterschiedliche Möglichkeiten aus. In den Anfangstagen testet er zum Beispiel eine Figur namens „Bandit“, deren Make-up an die Maske der Westernfigur Lone Ranger erinnert. Es handelt sich nicht um die einzige Station während Stanleys Identitätsfindung: „Ich habe damals sogar versucht, mein Gesicht komplett rot anzumalen“, gibt er in einem Interview mit der Zeitschrift Guitar World zu Protokoll. „Ich habe ausgesehen wie eine langhaarige Tomate! Bevor ich mich für den Stern entschieden hatte, habe ich mir einfach einen schwarzen Ring um das Auge gemalt. Jeder von uns trägt Schminke, die widerspiegelt, wer er ist. Ich habe Sterne immer geliebt und mich mit ihnen identifiziert. Als es an der Zeit war, mir etwas ins Gesicht zu malen, wusste ich, was ich möchte.“

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2. In den Achtzigern sorgt Paul Stanley dafür, dass Kiss ohne Make-up auftreten.

Zu Beginn ihrer Karriere hüten Kiss ihre wahren Identitäten wie ein Staatsgeheimnis. Wenn die Musiker nicht geschminkt sind, zeigen sie sich nur vermummt; Fotograf*innen, die ein Bild ohne Maskerade ergattern, werden anschließend von den Bodyguards der Band um den Kamerafilm gebeten. Ganz freundlich natürlich. In den Siebzigern gehört Kiss die Welt und der Mythos um ihre echten Persönlichkeiten trägt maßgeblich dazu bei. Gegen Ende des Jahrzehnts folgt auf den Höhenflug allerdings der Fall und die Laune im Camp Kiss sinkt in den Keller. 1978 streiten sich die Musiker so sehr, dass sie beschließen, vier Soloalben zu veröffentlichen, von jedem Bandmitglied eins. 1979 landet die Gruppe mit I Was Made For Loving You einen Disco-Hit, 1980 folgt das sehr poppige Album Dynasty. Schlagzeuger Peter Criss und Gitarrist Ace Frehley verlieren den Spaß an der Sache, Criss steigt sogar aus. (An seine Stelle tritt Eric Carr, der 1991 viel zu früh an Krebs stirbt — am 24. November, genau wie Queen-Frontlegende Freddie Mercury.) Nach dem exzentrischen Fantasy-Konzeptalbum (Music From) The Elder nimmt auch Frehley seinen Hut.

Kiss droht das Schicksal, von neuen Bands wie Iron Maiden verdrängt zu werden, also braucht es einen Marketing-Gag, der die Gruppe wieder ins Gespräch bringt. Die Lösung: der Verzicht auf das ikonische Make-up. Die wahren Identitäten der Kiss-Mitglieder wurden zwar auch vorher schon gelüftet, doch offiziell fallen die Hüllen erst am 18. September 1983 auf MTV. Vor allem Stanley treibt diese Entscheidung voran, denn Bassist Gene Simmons fühlt sich ohne seine Schminke zunächst unwohl. Das Ergebnis des neuen Images: Für das elfte Album Lick It Up (1983) gibt es in den USA wieder Platin und eine Top-30-Platzierung, was Kiss mit den drei vorherigen Platten nicht gelungen war. An ihre größten Erfolge kann die Band bis in die Mitte der Neunziger zwar nicht mehr anknüpfen, doch Stanley hat der Gruppe mit seinem Einsatz gegen das Make-up augenscheinlich für einige Jahre den Hintern gerettet. Ab 1996 starten Kiss noch einmal voll durch — diesmal, weil sie die Schminke wieder auftragen. Doch das ist eine andere Geschichte.

3. Seinem plastischen Chirurgen Frederic Rueckert Jr. schenkt Stanley zum Dank eine Rolex.

Als Kind leidet Paul Stanley an einer Ohrmuschelfehlbildung, die dafür sorgt, dass er mit dem rechten Ohr nichts hören kann. Es fällt ihm schwer, Geräusche zu orten, in lauten Umgebungen versteht er kein Wort. Beinahe noch schlimmer: In der Schule wird er wegen seines anders aussehenden Ohrs gehänselt. Erst im Alter von 30 Jahren lässt er sich von einem plastischen Chirurgen namens Frederic Rueckert Jr. operieren. Rueckert implantiert 1982 nicht nur ein Hörgerät in Stanleys rechten Gehörgang, sondern entnimmt auch Knorpel aus der Rippe des Musikers, um das Ohr neu zu formen. Stanley spricht später davon, dass der Arzt ihm ein „neues Leben“ geschenkt habe und lässt Rueckert zu dessen Ruhestand zum Dank eine Rolex zukommen. 2017 stirbt der Chirurg im Alter von 95 Jahren.

4. 1999 spielt Paul Stanley das Phantom in Das Phantom der Oper.

Paul Stanleys Vorliebe für die Oper ist kein Geheimnis. 1999 geht seine Liebe so weit, dass er für das Musical Das Phantom der Oper als letzter Darsteller in die Rolle des Phantoms schlüpft. Stolze zehn Jahre war die Show während der Neunziger in Toronto gelaufen; die letzte Aufführung geht am 31. Oktober 1999 mit Stanley über die Bühne. Seinen ersten Einsatz hatte er im Mai desselben Jahres.

5. Sein Song Live To Win wird 2006 Teil einer Folge der Zeichentrickserie South Park.

Als Stanley 2006 sein zweites Soloalbum Live To Win veröffentlicht, landet der Titeltrack der Platte prompt in einer besonders gelungenen Folge der US-Zeichentrickserie South Park. In der Episode Make Love, Not Warcraft treten die Hauptcharaktere Cartman, Kyle, Stan und Kenny virtuell gegen einen World Of Warcraft-Spieler mit dem Namen Jenkins an, der die vier Jungs um jeglichen Spielspaß bringt, indem er sie immer sofort tötet. Das lassen sich die Vier natürlich nicht gefallen, rufen beim Spieleentwickler Blizzard an und bitten um eine Intervention. Doch nicht einmal die Macher*innen von World Of Warcraft können etwas gegen Gaming-Junkie Jenkins unternehmen. Cartman motiviert seine Freunde dazu, jeden Tag zu trainieren, um höhere Levels zu erreichen. Der Soundtrack dazu: Live To Win von Paul Stanley. Am Ende der Folge sind die Jungs vorbereitet und es kommt zu einem großen Showdown.

6. Am 27. Juli 2007 verpasst Paul Stanley zum ersten Mal seit der Bandgründung ein Kiss-Konzert.

Von 1973 bis 2006 verpasst Gitarrist Paul Stanley kein einziges Kiss-Konzert, doch als die Band am 27. Juli 2007 in San Jacinto (Kalifornien) spielen soll, geht viel schief. Stanley leidet an jenem Abend unter Herzrasen und soll zwischendurch einen Herzschlag von 200 pro Minute gehabt haben — mehr als doppelt so viel, wie für einen gesunden Erwachsenen normal ist. Der Gitarrist erholt sich von dem Zwischenfall, doch die Show müssen die übrigen Bandmitglieder ohne ihn durchziehen und holen sich dafür Fans aus dem Publikum ans Mikro.

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„Destroyer“: Wie Kiss 1976 ein Hard-Rock-Juwel schufen

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Popkultur

144 Mal „Around The World“: Daft Punks legendärer Einstand „Homework“

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HEADER
Titelfoto: Karl Walter/GettyImages

Vor 25 Jahren veröffentlichen Daft Punk ihr wegweisendes Debüt Homework. Schuld ist wahrscheinlich ein Besuch im Vergnügungspark. Die ganze Geschichte des Discoklassikers.

 von Björn Springorum

Hier könnt ihr euch Homework von Daft Punk anhören: 

Erfolgreiche Musikkarrieren können überall beginnen. In Proberäumen oder auf kleinen Bühnen, in Kneipen oder auf Festivals, vielleicht sogar in sterilen Büros. Oder im Disneyland. Dort zumindest pilgern im September 1993 die beiden Franzsosen Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo, beide damals gerade erst volljährig. Sie besuchen einen Rave in dem Vergnügungspark bei Paris, in der Tasche eine Kassette mit ihrer Musik. Sie drücken sie Stuart Macmillan vom schottischen DJ-Duo Slam in die Hand, tanzen, gehen wieder. Was sie damals nicht wissen: Es ist der Grundstein einer atemberaubenden Karriere, in der sie bis zu ihrer Auflösung 2021 als Daft Punk die elektronische Musik revolutionieren und prägen werden.

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Als Rocker nur mittelmäßig

Es ist nicht ihr erster musikalischer Gehversuch. Schon sechs Jahre zuvor, 1987, lernen sich die beiden Teenager in der Schule kennen, freunden sich an. 1992 gründen sie die Rock-Band Darlin‘, benannt nach dem Beach-Boys-Song. Bangalter bearbeitet den Bass, Homem-Christo die Gitarre. Doch die Erkenntnis kommt rasch: „Als Rock‘n‘Roll-Band waren wir einfach sehr durchschnittlich“, würde Bangalter später sagen. „Es war eine kurze Phase, sechs Monate, vier Songs und zwei Gigs. Das war‘s.“ So kurz die Phase auch gewesen sein mag: Sie ist prägend: In einem Verriss im Melody Maker bezeichnet Dave Jennings ihre Musik als daft punky thrash. Daft Punk waren geboren, Bass und Gitarre flugs gegen Drum-Maschine und Synthesizer ausgetauscht.

Bemerkenswert also, dass man im Disneyland Paris schon wenig später einen international erfolgreichen DJ von der Musik überzeugen konnte. Er veröffentlicht ihre erste Single The New Wave 1994 auf seinem Label Soma Quality Recordings, 1995 folgt der Song Da Funk. Er geht durch die Decke, als ihn die Chemical Brothers in ihr Live-Set integrieren, ein Videoclip von Spike Jonze tut sein Übriges, um dem Duo seinen ersten Hit zu bescheren.

Ein Album war gar nicht geplant

Plattenfirmen reißen sich zu diesem Zeitpunkt schon um die zwei Franzosen, die damals noch ohne Masken auftreten. Dabei haben sie eigentlich nicht mal vor, ein Album aufzunehmen. „Eigentlich wollten wir einfach einen Haufen Singles aufnehmen. Innerhalb von fünf Monaten entstanden aber so viele Songs, dass wir irgendwann ein starkes Album beisammen hatten.“ Major-Riese Virgin bekommt schließlich den Zuschlag, schon damals sichern sich Daft Punkt jedoch vollkommene kreative Kontrolle über ihr Werk. Bis zum Ende sollen sie die nicht verlieren.

Daft Punk beleben den House neu

Homework erscheint am 20. Januar 1997. Funk, Acid, Disco, Elektro, House und Pop fließen vollkommen unkontrolliert durcheinander, die Libertäre von Daft Punk ignorieren bewusst Regeln, Konventionen und Schubladen. Allein in den ersten vier Jahren verkauft sich die Platte zwei Millionen Mal und sorgt für einen Siegeszug des French House und ein gewaltiges Revival des House.

Liegt natürlich auch an der zweite Singleauskopplung, einem echtem Gamechanger. Around The World wird 1997 auf der ganzen Welt zum massiven Club-Hit, die repetitive Struktur des Songs bis heute zum Dauergast im DJ-Repertoire. Ganze 144 Mal wird der Titel im Song rezitiert, zugleich die einzige Lyric-Line des ganzen Liedes. Merken fürs nächste Pub-Quiz! Simplizität als Schlüssel zum Erfolg – Daft Punk machen schon auf ihrem Debüt vor, wie elektronische Musik fit gemacht werden kann fürs 21. Jahrhundert. Und das mit einem Album, das seinen Namen der Genesis verdankt: „Wir haben die Platte zuhause produziert, extrem billig, extrem schnell, extrem spontan“, wie Bangalter sagt.

Es zeigt mal wieder, dass großes Budget und viel Zeit nicht automatisch für große Kunst sorgt.

Daft Punk wurden innerhalb kürzester Zeit vom Kinderzimmer-Act zu einem der erfolgreichsten Dance-Acts aller Zeiten. Und das nicht mit Marketing-Plänen, riesigem Budget und teuren Produzenten. Sondern mit Ideen, Freundschaft und Leidenschaft. Auch schön.

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„Around the World“ in 7 unvergleichlichen Daft-Punk-Momenten

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Zeitsprung: Am 20.1.1969 erscheinen Bruce Springsteens erste Texte.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 20.1.1969.

von Timon Menge und Christof Leim

Bruce Springsteen gehört zweifelsohne zu den feinfühligsten Lyrikern der Rockgeschichte. Immer wieder hinterfragt er den amerikanischen Traum, unermüdlich bildet er die Realität des US-Durchschnittsbürgers ab. Am 20. Januar 1969 feiern seine ersten Texte Premiere — im Literaturmagazin des Ocean County College von New Jersey.

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Hört hier in Springsteens Greatest Hits rein:

Klickt auf „Listen“ für das ganze Album.

Gegen Ende der Sechziger verfolgt Bruce Springsteen seine Karriere als Musiker bereits mit Nachdruck, doch der große Durchbruch steht noch bevor. Deshalb verfolgt er nebenbei Plan B und besucht das Ocean County College in New Jersey, wenn auch nur drei Semester lang. Die Kunst muss natürlich trotzdem raus, also schreibt er neben seinen Songs auch Gedichte. Kurz nach seiner Immatrikulation erscheinen zwei davon in Seascapedem Literaturmagazin des Colleges. Es handelt sich um Springsteens erste lyrische Veröffentlichungen überhaupt.

Das Literaturmagazin von Springsteens Universität

Was Text Nummer eins betrifft, so liefert schon der Titel reichlich Diskussionsstoff: Bis heute ist nämlich unklar, ob das Gedicht überhaupt einen Namen trägt. So gibt ein Bibliothekar des Ocean County College zwar an, der Text heiße Seascape, also wie das Magazin, doch belegen lässt sich diese Aussage nicht. Vielmehr gehen zahlreiche Quellen davon aus, dass das Gedicht ohne Titel auskommen muss.

Springsteens erste literarische Veröffentlichung – Quelle: www.springsteenlyrics.com)

Die dritte Strophe des Textes verarbeitet Springsteen ein Jahr später in abgewandelter Form im Song Lady Walking Down By The River seiner damaligen Band Steel Mill. Ein Schreibfehler unterläuft der Seascape-Redaktion bei der Nennung des Autors: Statt „Bruce Springsteen“ steht „Bruce Sprengsteen“ unter der Veröffentlichung.



Text Nummer zwei trägt den Titel My Lady. Hier könnt ihr den metaphorischen Paragraphen in voller Länge lesen:

Ein früher Text des Studenten Bruce Springsteen – Quelle: www.springsteenlyrics.com)

Originalexemplare dieser Ausgabe von Seascape gibt es kaum noch. Eines der Hefte kann im Rock And Roll Hall Of Fame Museum in Cleveland begutachtet werden, hin und wieder tauchen Sammlerstücke bei Versteigerungen auf. Ein weiteres Exemplar stellt die Bibliothek von Asbury Park im Rahmen der Bruce Springsteen Special Collection aus.


Titelfoto: Frank Stefanko/Sony Music

Zeitsprung: Am 29.4.1976 will Springsteen über die Mauer von „Graceland“.

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