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Popkultur

Schokoriegel und Wetten gegen John Lennon: 6 legendäre Elton-John-Momente

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Der Kinofilm und seine Abschiedstournee sind mehr als Grund genug, mal einen genauen Blick auf einige der unvergleichlichsten Momente in der Karriere von Elton John zu werfen. Spoiler: Es war unfassbar schwer, sich da auf sechs festzulegen.

von Björn Springorum

Am 31.05.2019 startete das Elton-John-Biopic Rocketman in den deutschen Kinos. Der Streifen hat gute Karten, sich gleich ganz oben neben Bohemian Rhapsody und The Dirt einzureihen, weil er eine wahrscheinlich noch außergewöhnlichere Karriere zum Inhalt hat: Elton John, das ist eben einfach nicht nur ein Musiker, ein Entertainer, ein Popstar. Reginald Kenneth Dwight ist eine Ausnahmeerscheinung, für die andere Regeln gelten, eine schillernde Erscheinung, wie sie selbst die schrille Popwelt nur sehr wenige hervorgebracht hat. Das hier sind einige seiner einprägsamsten Momente, die vor allem eines zeigen: So einen wie ihn wird es nie wieder geben.

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1. Als er mit Lady Gaga in Hollywood spielte

Eigentlich war ja schon die Sache an sich eine Sensation: 2014 gab Elton John ein Überraschungskonzert auf dem Sunset Strip in West Hollywood. Gleich neben dem legendären Tower-Records-Plattenladen, in dem Guns N’ Roses ihre Anfänge nahmen, wollte sich John für die Unterstützung seiner AIDS Foundation bedanken – und holte für Don‘t Let The Sun Go Down On Me einfach mal Lady Gaga auf die Bühne. Echte Kumpels eben: Lady Gaga ist auch die Patentante seiner Söhne. Wie sie sie nennen? Gaga-Mother!

2. Als er für einen Schokoriegel Werbung machte

Sir Elton John ist nun wirklich kein aufmerksamkeitsgeiler Star, der jeden Mist mitmacht, um mediale Beachtung zu bekommen. Die Kampagne des Schokoriegels Snickers musste ihn dennoch so sehr überzeugt haben, dass er einfach nicht widerstehen konnte: In einem Werbespot verwandelt sich ein tougher Rapper spontan in Elton John, weil er noch kein Snickers hatte. Wenn du hungrig bist, verwandelst du dich in eine echte Diva – schon klar, warum John da nicht widerstehen konnte…

3. Als er auf Dianas Beerdigung spielte

Elton John und Prinzessin Diana verband eine enge Freundschaft. Nach ihren tragischen Unfalltod 1997 ließt er seinen Texter Bernie Taupin nicht nur das ikonische Candle In The Wind auf Lady Di umschreiben; er spielte es auch in einer unvergleichlichen, rührenden Version bei ihrer Trauerfeier in Westminster Abbey. Die ganze Welt sah zu, wie er am Piano saß, sich um Fassung bemühte und dennoch so kurz davor war, zusammenzubrechen. Bis heute ist die Neufassung des Klassikers die einzige Single, die mit über elf Millionen verkauften Exemplaren Diamantstatus in den Vereinigten Staaten erhielt. Belohnt wurden sehr viele damit: Die Erlöse kamen zur Gänze Dianas Stiftungen zugute.

4. Als er bei den Simpsons auftrat

Die Cartoonserie The Simpsons ist legendär für die vielen Gastauftritte namhafter Persönlichkeiten. Ein ganz besonderer war der von Elton John in Staffel zehn: Probleme mit dem Kronleuchter zwingen Elton John am Valentinstag dazu, mit seinem Privatjet in Springfield notzulanden. Was man halt so tut, wenn man im amerikanischen Nirgendwo landet, singt Elton John für Supermarktverkäufer Apu und dessen Frau Manjula einfach mal Your Song. Und verlässt Springfield dann wieder. Schöne Botschaft: Überall, wo Elton John auftaucht, regiert plötzlich die Liebe.

5. Als er eine Wette gegen John Lennon gewann

Auf John Lennons Whatever Gets You Thru The Night ist Elton John als Gastsänger zu hören. John, überzeugt vom Potential des Songs, war der festen Überzeugung, dass Lennon damit seinen ersten Nummer-eins-Hit in den USA landen würde. Der Ex-Beatle sah die ganze Sache anders und wettete, dass er mit Elton John im New Yorker Madison Square Garden auftreten würde, sollte das der Fall sein. Der Song stürmte natürlich auf die Eins – und Lennon sang am 28. November 1974 mit Elton John Lucy In The Sky With Diamonds und I Saw Her Standing There – es sollte einer der letzten Auftritte John Lennons sein.

6. Als er sich im Rolling Stone outete

In den Siebzigern war es nicht leicht, homosexuell zu sein. Oder sagen wir so: Es war deutlich schwieriger als es heute immer noch ist. Dennoch ging Elton John 1976 den gewagten Schritt, die Öffentlichkeit über seine Bisexualität in Kenntnis zu setzen – und das auch noch im einflussreichen Rolling Stone Magazine. Der Reporter Cliff Jahr stellte die legendäre Frage, ob er mal persönlich werde dürfe und besser das Aufnahmegerät anschalten solle. „Keep going“, sagte Elton John damals – und Jahr fragte ihn, ob er Liebe in seinem Leben findet. „Ich weiß nicht, was ich sein will“, antwortete John. Und fügte später an: „Es ist nichts Verwerfliches dabei, mit jemandem von deinem Geschlecht ins Bett zu gehen. Ich denke, jeder von uns ist zumindest ein kleines bisschen bisexuell.“

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Ziemlich beste Freunde: 50 Jahre Elton John und Bernie Taupin in Bildern

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Popkultur

6 Anekdoten, die nur aus dem Leben von Paul Stanley stammen können

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Paul Stanley
Foto: Kevin Winter/Getty Images

Paul Stanley hat als Gitarrist und Sänger von Kiss alles erreicht, was man sich als Rockstar nur wünschen kann. Dabei sind unter anderem diese sechs Dinge passiert.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch die größten Hits von Kiss anhören:

1. In den Anfangstagen von Kiss ist Paul Stanley für kurze Zeit der „Bandit“.

Demon, Spaceman, Catman und Starchild: Die vier Alter Egos von Kiss haben in der Rockmusik einen ganz besonderen Platz. Doch bevor Paul Stanley als Starchild in die Geschichte eingeht, probiert er unterschiedliche Möglichkeiten aus. In den Anfangstagen testet er zum Beispiel eine Figur namens „Bandit“, deren Make-up an die Maske der Westernfigur Lone Ranger erinnert. Es handelt sich nicht um die einzige Station während Stanleys Identitätsfindung: „Ich habe damals sogar versucht, mein Gesicht komplett rot anzumalen“, gibt er in einem Interview mit der Zeitschrift Guitar World zu Protokoll. „Ich habe ausgesehen wie eine langhaarige Tomate! Bevor ich mich für den Stern entschieden hatte, habe ich mir einfach einen schwarzen Ring um das Auge gemalt. Jeder von uns trägt Schminke, die widerspiegelt, wer er ist. Ich habe Sterne immer geliebt und mich mit ihnen identifiziert. Als es an der Zeit war, mir etwas ins Gesicht zu malen, wusste ich, was ich möchte.“

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2. In den Achtzigern sorgt Paul Stanley dafür, dass Kiss ohne Make-up auftreten.

Zu Beginn ihrer Karriere hüten Kiss ihre wahren Identitäten wie ein Staatsgeheimnis. Wenn die Musiker nicht geschminkt sind, zeigen sie sich nur vermummt; Fotograf*innen, die ein Bild ohne Maskerade ergattern, werden anschließend von den Bodyguards der Band um den Kamerafilm gebeten. Ganz freundlich natürlich. In den Siebzigern gehört Kiss die Welt und der Mythos um ihre echten Persönlichkeiten trägt maßgeblich dazu bei. Gegen Ende des Jahrzehnts folgt auf den Höhenflug allerdings der Fall und die Laune im Camp Kiss sinkt in den Keller. 1978 streiten sich die Musiker so sehr, dass sie beschließen, vier Soloalben zu veröffentlichen, von jedem Bandmitglied eins. 1979 landet die Gruppe mit I Was Made For Loving You einen Disco-Hit, 1980 folgt das sehr poppige Album Dynasty. Schlagzeuger Peter Criss und Gitarrist Ace Frehley verlieren den Spaß an der Sache, Criss steigt sogar aus. (An seine Stelle tritt Eric Carr, der 1991 viel zu früh an Krebs stirbt — am 24. November, genau wie Queen-Frontlegende Freddie Mercury.) Nach dem exzentrischen Fantasy-Konzeptalbum (Music From) The Elder nimmt auch Frehley seinen Hut.

Kiss droht das Schicksal, von neuen Bands wie Iron Maiden verdrängt zu werden, also braucht es einen Marketing-Gag, der die Gruppe wieder ins Gespräch bringt. Die Lösung: der Verzicht auf das ikonische Make-up. Die wahren Identitäten der Kiss-Mitglieder wurden zwar auch vorher schon gelüftet, doch offiziell fallen die Hüllen erst am 18. September 1983 auf MTV. Vor allem Stanley treibt diese Entscheidung voran, denn Bassist Gene Simmons fühlt sich ohne seine Schminke zunächst unwohl. Das Ergebnis des neuen Images: Für das elfte Album Lick It Up (1983) gibt es in den USA wieder Platin und eine Top-30-Platzierung, was Kiss mit den drei vorherigen Platten nicht gelungen war. An ihre größten Erfolge kann die Band bis in die Mitte der Neunziger zwar nicht mehr anknüpfen, doch Stanley hat der Gruppe mit seinem Einsatz gegen das Make-up augenscheinlich für einige Jahre den Hintern gerettet. Ab 1996 starten Kiss noch einmal voll durch — diesmal, weil sie die Schminke wieder auftragen. Doch das ist eine andere Geschichte.

3. Seinem plastischen Chirurgen Frederic Rueckert Jr. schenkt Stanley zum Dank eine Rolex.

Als Kind leidet Paul Stanley an einer Ohrmuschelfehlbildung, die dafür sorgt, dass er mit dem rechten Ohr nichts hören kann. Es fällt ihm schwer, Geräusche zu orten, in lauten Umgebungen versteht er kein Wort. Beinahe noch schlimmer: In der Schule wird er wegen seines anders aussehenden Ohrs gehänselt. Erst im Alter von 30 Jahren lässt er sich von einem plastischen Chirurgen namens Frederic Rueckert Jr. operieren. Rueckert implantiert 1982 nicht nur ein Hörgerät in Stanleys rechten Gehörgang, sondern entnimmt auch Knorpel aus der Rippe des Musikers, um das Ohr neu zu formen. Stanley spricht später davon, dass der Arzt ihm ein „neues Leben“ geschenkt habe und lässt Rueckert zu dessen Ruhestand zum Dank eine Rolex zukommen. 2017 stirbt der Chirurg im Alter von 95 Jahren.

4. 1999 spielt Paul Stanley das Phantom in Das Phantom der Oper.

Paul Stanleys Vorliebe für die Oper ist kein Geheimnis. 1999 geht seine Liebe so weit, dass er für das Musical Das Phantom der Oper als letzter Darsteller in die Rolle des Phantoms schlüpft. Stolze zehn Jahre war die Show während der Neunziger in Toronto gelaufen; die letzte Aufführung geht am 31. Oktober 1999 mit Stanley über die Bühne. Seinen ersten Einsatz hatte er im Mai desselben Jahres.

5. Sein Song Live To Win wird 2006 Teil einer Folge der Zeichentrickserie South Park.

Als Stanley 2006 sein zweites Soloalbum Live To Win veröffentlicht, landet der Titeltrack der Platte prompt in einer besonders gelungenen Folge der US-Zeichentrickserie South Park. In der Episode Make Love, Not Warcraft treten die Hauptcharaktere Cartman, Kyle, Stan und Kenny virtuell gegen einen World Of Warcraft-Spieler mit dem Namen Jenkins an, der die vier Jungs um jeglichen Spielspaß bringt, indem er sie immer sofort tötet. Das lassen sich die Vier natürlich nicht gefallen, rufen beim Spieleentwickler Blizzard an und bitten um eine Intervention. Doch nicht einmal die Macher*innen von World Of Warcraft können etwas gegen Gaming-Junkie Jenkins unternehmen. Cartman motiviert seine Freunde dazu, jeden Tag zu trainieren, um höhere Levels zu erreichen. Der Soundtrack dazu: Live To Win von Paul Stanley. Am Ende der Folge sind die Jungs vorbereitet und es kommt zu einem großen Showdown.

6. Am 27. Juli 2007 verpasst Paul Stanley zum ersten Mal seit der Bandgründung ein Kiss-Konzert.

Von 1973 bis 2006 verpasst Gitarrist Paul Stanley kein einziges Kiss-Konzert, doch als die Band am 27. Juli 2007 in San Jacinto (Kalifornien) spielen soll, geht viel schief. Stanley leidet an jenem Abend unter Herzrasen und soll zwischendurch einen Herzschlag von 200 pro Minute gehabt haben — mehr als doppelt so viel, wie für einen gesunden Erwachsenen normal ist. Der Gitarrist erholt sich von dem Zwischenfall, doch die Show müssen die übrigen Bandmitglieder ohne ihn durchziehen und holen sich dafür Fans aus dem Publikum ans Mikro.

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„Destroyer“: Wie Kiss 1976 ein Hard-Rock-Juwel schufen

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Popkultur

144 Mal „Around The World“: Daft Punks legendärer Einstand „Homework“

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HEADER
Titelfoto: Karl Walter/GettyImages

Vor 25 Jahren veröffentlichen Daft Punk ihr wegweisendes Debüt Homework. Schuld ist wahrscheinlich ein Besuch im Vergnügungspark. Die ganze Geschichte des Discoklassikers.

 von Björn Springorum

Hier könnt ihr euch Homework von Daft Punk anhören: 

Erfolgreiche Musikkarrieren können überall beginnen. In Proberäumen oder auf kleinen Bühnen, in Kneipen oder auf Festivals, vielleicht sogar in sterilen Büros. Oder im Disneyland. Dort zumindest pilgern im September 1993 die beiden Franzsosen Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo, beide damals gerade erst volljährig. Sie besuchen einen Rave in dem Vergnügungspark bei Paris, in der Tasche eine Kassette mit ihrer Musik. Sie drücken sie Stuart Macmillan vom schottischen DJ-Duo Slam in die Hand, tanzen, gehen wieder. Was sie damals nicht wissen: Es ist der Grundstein einer atemberaubenden Karriere, in der sie bis zu ihrer Auflösung 2021 als Daft Punk die elektronische Musik revolutionieren und prägen werden.

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Als Rocker nur mittelmäßig

Es ist nicht ihr erster musikalischer Gehversuch. Schon sechs Jahre zuvor, 1987, lernen sich die beiden Teenager in der Schule kennen, freunden sich an. 1992 gründen sie die Rock-Band Darlin‘, benannt nach dem Beach-Boys-Song. Bangalter bearbeitet den Bass, Homem-Christo die Gitarre. Doch die Erkenntnis kommt rasch: „Als Rock‘n‘Roll-Band waren wir einfach sehr durchschnittlich“, würde Bangalter später sagen. „Es war eine kurze Phase, sechs Monate, vier Songs und zwei Gigs. Das war‘s.“ So kurz die Phase auch gewesen sein mag: Sie ist prägend: In einem Verriss im Melody Maker bezeichnet Dave Jennings ihre Musik als daft punky thrash. Daft Punk waren geboren, Bass und Gitarre flugs gegen Drum-Maschine und Synthesizer ausgetauscht.

Bemerkenswert also, dass man im Disneyland Paris schon wenig später einen international erfolgreichen DJ von der Musik überzeugen konnte. Er veröffentlicht ihre erste Single The New Wave 1994 auf seinem Label Soma Quality Recordings, 1995 folgt der Song Da Funk. Er geht durch die Decke, als ihn die Chemical Brothers in ihr Live-Set integrieren, ein Videoclip von Spike Jonze tut sein Übriges, um dem Duo seinen ersten Hit zu bescheren.

Ein Album war gar nicht geplant

Plattenfirmen reißen sich zu diesem Zeitpunkt schon um die zwei Franzosen, die damals noch ohne Masken auftreten. Dabei haben sie eigentlich nicht mal vor, ein Album aufzunehmen. „Eigentlich wollten wir einfach einen Haufen Singles aufnehmen. Innerhalb von fünf Monaten entstanden aber so viele Songs, dass wir irgendwann ein starkes Album beisammen hatten.“ Major-Riese Virgin bekommt schließlich den Zuschlag, schon damals sichern sich Daft Punkt jedoch vollkommene kreative Kontrolle über ihr Werk. Bis zum Ende sollen sie die nicht verlieren.

Daft Punk beleben den House neu

Homework erscheint am 20. Januar 1997. Funk, Acid, Disco, Elektro, House und Pop fließen vollkommen unkontrolliert durcheinander, die Libertäre von Daft Punk ignorieren bewusst Regeln, Konventionen und Schubladen. Allein in den ersten vier Jahren verkauft sich die Platte zwei Millionen Mal und sorgt für einen Siegeszug des French House und ein gewaltiges Revival des House.

Liegt natürlich auch an der zweite Singleauskopplung, einem echtem Gamechanger. Around The World wird 1997 auf der ganzen Welt zum massiven Club-Hit, die repetitive Struktur des Songs bis heute zum Dauergast im DJ-Repertoire. Ganze 144 Mal wird der Titel im Song rezitiert, zugleich die einzige Lyric-Line des ganzen Liedes. Merken fürs nächste Pub-Quiz! Simplizität als Schlüssel zum Erfolg – Daft Punk machen schon auf ihrem Debüt vor, wie elektronische Musik fit gemacht werden kann fürs 21. Jahrhundert. Und das mit einem Album, das seinen Namen der Genesis verdankt: „Wir haben die Platte zuhause produziert, extrem billig, extrem schnell, extrem spontan“, wie Bangalter sagt.

Es zeigt mal wieder, dass großes Budget und viel Zeit nicht automatisch für große Kunst sorgt.

Daft Punk wurden innerhalb kürzester Zeit vom Kinderzimmer-Act zu einem der erfolgreichsten Dance-Acts aller Zeiten. Und das nicht mit Marketing-Plänen, riesigem Budget und teuren Produzenten. Sondern mit Ideen, Freundschaft und Leidenschaft. Auch schön.

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„Around the World“ in 7 unvergleichlichen Daft-Punk-Momenten

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Zeitsprung: Am 20.1.1969 erscheinen Bruce Springsteens erste Texte.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 20.1.1969.

von Timon Menge und Christof Leim

Bruce Springsteen gehört zweifelsohne zu den feinfühligsten Lyrikern der Rockgeschichte. Immer wieder hinterfragt er den amerikanischen Traum, unermüdlich bildet er die Realität des US-Durchschnittsbürgers ab. Am 20. Januar 1969 feiern seine ersten Texte Premiere — im Literaturmagazin des Ocean County College von New Jersey.

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Hört hier in Springsteens Greatest Hits rein:

Klickt auf „Listen“ für das ganze Album.

Gegen Ende der Sechziger verfolgt Bruce Springsteen seine Karriere als Musiker bereits mit Nachdruck, doch der große Durchbruch steht noch bevor. Deshalb verfolgt er nebenbei Plan B und besucht das Ocean County College in New Jersey, wenn auch nur drei Semester lang. Die Kunst muss natürlich trotzdem raus, also schreibt er neben seinen Songs auch Gedichte. Kurz nach seiner Immatrikulation erscheinen zwei davon in Seascapedem Literaturmagazin des Colleges. Es handelt sich um Springsteens erste lyrische Veröffentlichungen überhaupt.

Das Literaturmagazin von Springsteens Universität

Was Text Nummer eins betrifft, so liefert schon der Titel reichlich Diskussionsstoff: Bis heute ist nämlich unklar, ob das Gedicht überhaupt einen Namen trägt. So gibt ein Bibliothekar des Ocean County College zwar an, der Text heiße Seascape, also wie das Magazin, doch belegen lässt sich diese Aussage nicht. Vielmehr gehen zahlreiche Quellen davon aus, dass das Gedicht ohne Titel auskommen muss.

Springsteens erste literarische Veröffentlichung – Quelle: www.springsteenlyrics.com)

Die dritte Strophe des Textes verarbeitet Springsteen ein Jahr später in abgewandelter Form im Song Lady Walking Down By The River seiner damaligen Band Steel Mill. Ein Schreibfehler unterläuft der Seascape-Redaktion bei der Nennung des Autors: Statt „Bruce Springsteen“ steht „Bruce Sprengsteen“ unter der Veröffentlichung.



Text Nummer zwei trägt den Titel My Lady. Hier könnt ihr den metaphorischen Paragraphen in voller Länge lesen:

Ein früher Text des Studenten Bruce Springsteen – Quelle: www.springsteenlyrics.com)

Originalexemplare dieser Ausgabe von Seascape gibt es kaum noch. Eines der Hefte kann im Rock And Roll Hall Of Fame Museum in Cleveland begutachtet werden, hin und wieder tauchen Sammlerstücke bei Versteigerungen auf. Ein weiteres Exemplar stellt die Bibliothek von Asbury Park im Rahmen der Bruce Springsteen Special Collection aus.


Titelfoto: Frank Stefanko/Sony Music

Zeitsprung: Am 29.4.1976 will Springsteen über die Mauer von „Graceland“.

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